Samstag, 17. August 2013

Seward


Gestern Abend hatte ich noch Besuch von 2 Männern, Vater und Sohn, die im Lagerhaus etwas zu tun hatten. Wir hielten ein kurzes Schwätzchen wobei der Vater mich vor Bären warnte. Meine Versicherung, daß ich die Essenskiste weit weg stellen wollte kommentierte er mit "wenn Du glaubst, daß es hilft...?".


Nach einer angenehmen und bärenfreien Nacht musste ich heute Morgen erst einmal das gesamte Gepäck sortieren - für den Flug hatte ich ja etwas anders gepackt. Es hat sich fast alles gefunden. Aber was soll ich sagen? Meine Packsäcke sind zu klein! Keine Ahnung, wie das kommt - und ich hab noch nicht einmal eingekauft.
Das Wetter ist leicht trüb als ich mich auf den Weg nach Seward mache. Der Highway ist gut alsphaltiert und ziemlich gerade. Von der Landschaft kann ich wegen der Wolken leider kaum was erkennen. Manchmal schimmern links hohe zackige Berge aus den Wolken hervor während rechts neben mir das Meer geflohen ist und den flachen Sandboden freigibt.
Mein Rythmus ist noch nicht gefunden - weder für's Packen, noch für's Fahren. Als es leicht zu tröpfeln anfängt, ziehe ich den Regenanzug an - zum Glück. Denn bald regenet es richtig heftig.
Durch Seward fahre ich erstmal durch, weiter bis die dann nur noch geschotterte Straße am Meer in einem Campingplatz endet. Hier werden Kanus verliehen, die Leute kommen hierher zum Paddeln und Fischen.
Im strömenden Regen fahre ich zurück nach Seward und bummle mit der List durch alle Straßen. Es gibt hier ein hübsches Viertel mit Cafes, Restaurants und Touristenläden. Im Hafen liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Auch dort sind Andenkenläden und ein Warenhaus "für Alles" zu finden. Auf Anhieb entdecke ich ein passendes Ladekabel.
Den restlichen Nachmittag verbringe ich bei Kakao im Internetcafe, um den gestrigen Blog auf die Reise zu bringen. Es ist schon fast 6 Uhr abends und regnet immer noch Bindfäden; so entschließe ich mich, an der Uferpromenade den Campingplatz zu nutzen. Er ist schön und heimelig angelegt, aber davon bekomme ich nicht allzuviel mit. Ich muss zusehen, daß ich beim Zeltaufbau nicht patchnaß und dreckig werde, denn von meinem Schotterausflug sind alle Gepäckstücke mit einer ekligen Schlamm-Steine-Mischung beklebt. Den restlichen Abend verbinge ich feuchtkalt im Zelt und lege mich bald schlafen.

http://connect.garmin.com/activity/360566087 

Freitag, 16. August 2013

Erste Meldung aus Alaska

Also...
Der Anreisetag war sehr lang: 26 h!!! Im Flieger waren mir nur ca. 10 min Augenpflege vergönnt. Mein Flugnachbar, ein Reisejournalist, hat mich gut unterhalten.
Das Vesper für meinen ersten Tag musste ich jedoch schnell noch aufessen - nicht weil es nichts zu essen gegeben hätte, aber man darf das nicht in die Staaten einführen - hätt ich ja auch mal früher dran denken können! Na ja, es hat geschmeckt und musste ja auch lange vorhalten.
Bis durch den Zoll lief alles perfekt und reibungslos. Dann ging die Suche nach der Lisl los. Die angegebene Telefonnummer war nur eine nutzlose automatische Hotline von FedEx. Ich bekam einige Hinweise, wo ich "FedEx Cargo" finden könnte und machte mich dahin auf die Socken. Hat sich ganz schön hingezogen, ich schätze mal es waren ca. 3 km. Und es wurde mir gut warm - es war herrliches Wetter!
Die Leute dort waren sehr freundlich und Lisa hat mir einen Briefumschlag mit einem Haufen Papieren für den Zoll mitgegeben, bevor sie mir die Lisl aushänigen dürfe. Der Zoll ist wieder am Flughafen. Es war heiß und die Füße schmerzten, also organisierte ich mir ein Taxi, das nach ca. 15 min ankam. Stolz fuhr der Fahrer am Terminal vorbei, obwohl ich hindeutete - ja, er kenne sich sehr gut aus! Während des Telefonats mit seiner Nichte ließ er sich nicht stören. Als er fertitg war, erklärte ich ihm, daß ich zum Terminal Nord und zum Zoll müßte. Uups! Er entschuldigte sich tausendfach und fuhr zurück. Der Taxipreis lief allerdings weiter.
Eine freundliche Zöllnerin in der Halle versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern - ich solle warten bis ihr Kollege käme. Nachdem sich 1/2 h lang nichts getan hatte und die Mitarbeiter so nach und nach den Dienst beendeten machte ich mich auf die Suche nach dem Zollbüro. Niemand wußte etwas von mir. Ein gut genährter Herr schaute sich die Papiere an und mühte sich mit dem zugetackerten Umschlag. Als erstes fragte er nach der Konformitätsbescheinigung der EPA. Hä? Noch nie gehört. Wo bekommt man das? Und geht es auch ohne? Die internationale Zulassung? Nein! Kurz angebunden erklärte mir der Dicke, jeder Deutsche hätte so eine Bescheinigung, man müsse sie in Deutschland besorgen und es dauere einige Zeit (hat nach Tagen bis Wochen geklungen), bis sie ausgestellt wäre.
Ich sah wohl ziemlich hilflos und verzweifelt aus, als eine Kollegin dazukam. Sie erkundigte sich nach dem Problem und fand es seltsam, daß diese Bescheinigung bei Einreise auf dem Luftweg erforderlich wäre (die Regelung gilt wohl erst seit 3 Jahren). Schließlich würde das Formular bei Landeinreise nicht benötigt! Sie hat mir dann eine vorläufige Einführbescheinigung ausgtestellt - der Dicke hatte sich mittlerweile wieder verkrümelt - und eine Menge Papier mit einer Menge Stempel versehen. Ich war ja so froh! Stephanie, so hieß die freundliche Dame, wiegelte meinen Dank mit der Bemerkung ab "Warum soll ich Ihnen das Leben unnötig schwer machen. Vielleicht hilft mir ja auch mal jemand in einer schwierigen Situation". Wie wahr!
Ok. Kein Taxi am Stand zu sehen - also wieder eines rufen. Telefonieren ist erstmal nicht so einfach, aber mit Unterstützung klappts dann doch. Nach 1'/2 h war immer noch kein Taxi da, also wieder laufen...
Die 'FedEx-Mitarbeiter begrüßten mich schon wie ein Familienmitglied. Diesmal kümmerte sich Sheryl um mich. Am entferntesten  Eck des Parkplatzes durfte ich meine Lisl auspacken. Einen Hammer hat sie mir auch mitgebracht. Und wenn ich fertig bin, darf ich die Palette mit den Wänden der Box einfach liegen lassen, sie würden dann alles entsorgen.
Es dauerte fast 1 h bis die Kiste zerlegt war. Mein Gepäck war überall verstreut. Ab und zu schauten Leute auf dem Heimnweg vorbei und wechselten ein freundliches Wort oder boten ihre Hilfe an. So ging der Zusammenbau, Einbau des Vorderrads und runterfahren von der Palette zügig voran. Zu guter Letzt kam nochmal Scheryl auf dem Heimweg vorbei und schaute nach mir. Die Lisl war zwar fertig, hatte aber wohl zu wenig Sprit, sie wollte nicht ansprignen. Also fuhr Sheryl nach Hause und brachte mir einen Kanister Benzin vorbei - gratis natürlich!
Mein Flugnachbar hatte mir nahgelegt, Seward oder Homer zu besuchen, was südwestlich von Anchorage liegt und Sackgasse ist. Also macht ich mich auf den Weg dorthin und schaute nach einem Plätzchen zum Übernachten (hier war es mittlerweile 6 Uhr abends, d.h. 4 Uhr morgens zu Hause). Scheint allerdings echt schwierig am Highway. Nebenstraßen Fehlanzeige, in Frage kommende Plätzchen sind Privatbesitz. Auf der Suche geriet ich am steilen Berg in eine Hofeinfahrt. Ich wendete und hielt bergab kurz an, um mich umzuschauen. da hielt neben mir ein großer Truck mit 2 Männern. Die boten mir an, bei ihrer Lagerhalle unterhalb ihres Hauses zu campen. War ein ebener steiniger Hof und ich war ja so froh, endlich schlafen zu dürfen!!!

Dienstag, 13. August 2013

Yeah, sie ist gelandet!!!

 

Puh,

die Lisl fliegt wieder - seit heute mittag! Da wird mein Zeitplan doch noch hinhauen.

Freitag, 9. August 2013

Die Reise hat begonnen

...aber nur für die Lisl. Die steht seit 2 Tagen in Memphis (Tennesee) im Transit! Bin gespannt, ob und wann sie weiterreist.

Samstag, 27. Juli 2013

Es wird ernst

Letzten Samstag habe ich die Lisl eingepackt; die vorbereitete Kiste in der Garage aufgebaut, die Lisl draufgefahren und dann soweit nötig zerlegt. Das Gepäck und die abgebauten Teile mussten möglichst rüttelsicher verstaut werden. Beim Verschrauben der Kiste kamen mir noch Zweifel, wie ich sie in Anchorage wieder aufkriegen soll, die verwendteten Schrauben sind halt keine "normalen" Kreuzschlitzschrauben. Und ich hab keine Ahnung, ob und welches Werkzeug mir drüben zur Verfügung steht. Also schnell die kleine Ratsche wieder ausgepackt und in die Jackentasche gesteckt, den Bit dazu und eine passende Adapternuss bestellt.

   


Dann gab es doch noch etwas Verwirrung, wann der Transporter kommt - nächste Woche, diese Woche? Und am Mittwoch Nacht musste ich nochmal auspacken und ein paar "gefährliche Gegenstände" wie z.B. Kleber oder Kupferpaste entfernen. Außerdem hat man mir jetzt gesagt, daß die Kiste in Amerika wohl begast werden müsse, und das kostet richtig Geld! Ich kann's aber nicht ändern. Mein Ansprechpartner Marc bei der Spedition (SATS Logistics) ist immer freundlich und gibt sich richtig Mühe, aber er scheint auch viel beschäftigt zu sein. Na schaun wir mal, wie es in Anchorage ausgeht...
Als ich am Donnerstag nach Hause kam, war die Kiste auf jeden Fall verschwunden. Mann und Tochter haben von den Schwierigkeiten beim Aufladen erzählt - aber so sind meine Reisen halt: immer ein klein wenig Abenteuer dabei.
Am Abend habe ich mich mit einem "kick out" in Form eines gemütlichen Grillabends von Freunden verabschiedet. Viele fahren jetzt auch schon in die Ferien und die allerletzten Tage werden vielleicht noch etwas hektisch.

Sonntag, 12. Mai 2013

Von der Biene zur Lisl-Biene


Endlich (fast) fertig! Nach ca. 40 h schrauben sieht die Lisl-Biene der alten Lisl schon wieder sehr ähnlich, vor allem verhält sie sich auch so.
Außer dem sichtbaren Umbau der schwarzen auf weiße Anbauteile hat sich im Innenleben einiges verändert: Motor, Getriebe und Federung von der Lisl finden sich wieder. Auch an die Bremsen mußte ich anpassen. Außerdem hat die Elektrik einige upgrades erfahren - so sind z.B. Griffheizung, Navi und einige Steckdosen hinzugekommen.
Hier könnt Ihr die Stationen der Mutation sehen:




Dienstag, 12. März 2013

Vorbei ist's....


...mit der Reise - hab ich im Flug gedacht; als ich am Donnerstag abend (7.März) über das Auto gesegelt bin, das mir die Vorfahrt genommen hat.
Wenn ich mir die Lisl so anschaue, glaube ich nicht mehr dran, daß es klappen könnte. Ich selbst hatte viel mehr Glück! Ich werde wieder. Aber ich fürchte, die Lisl muss ich beerdigen - schaut selbst



             

                                                

Donnerstag, 31. Januar 2013

Es reift...

... die Reise rückt schon wieder ein ordentliches Stück näher - ein "Zurück" ist jetzt nicht mehr zulässig!

Den Sabbatical-Vertrag habe ich heute nachmittag unterschrieben.

Und am Abend wurde ganz schnell der Flug gebucht - für 563 €uronen inklusive aller Extras nicht übel, oder?

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weitere Vorbereitungen

Das Jahr war ziemlich vollgepfropft; so war ich z.B. im Frühjahr in Georgien und im Herbst in der Mongolei. Zwischendrin mußte ich dann noch ein wenig arbeiten. Daher bin ich leider kaum zu irgendwelchen weiteren Vorbereitungen gekommen. Jetzt muss ich die Weihnachtsferien nutzen, um weiter zu kommen. Ein ganz schlechtes Gewissen habe ich bezüglich meiner Sprachkenntnisse. Den Spanischkurs habe ich letztes Jahr wieder abgebrochen und seither nichts mehr dazugelernt - im Gegenteil, anscheinend alles wieder vergessen.

  Zu Weihnachten gibt es dann eine neue tolle Ausrüstung: den Hightech-Motorradanzug von Touratech und ein paar hoffentlich absolut wasserdichte feste Stiefel. Da können jetzt Wind und Wetter kommen!

Die Route ist zwar schon grob geplant, aber jetzt muss ich mich noch um alle "Muss-Sehenswürdigkeiten" kümmern - damit ich möglichst nichts verpasse. Lesestoff dazu habe ich ausreichend vorrätig. Die Lisl per Luftfracht nach Amerika und zurück zu bekommen, gestaltet sich als gar nicht einfach. Etwa knapp 100 Speditionen habe ich erfolglos angeschrieben. Erst ein Tip aus der Mongolei hat dann Früchte getragen - jetzt habe ich wenigstens 1 (unverbindliches) Angebot für den Transport nach Anchorage - nicht billig, aber tragbar. Und für den Rückflug habe ich zumindest einen Kontakt in Buenos Aires. Die freien Tage werden genutzt, die Lisl fit zu machen: viele kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten liegen an. Außerdem sammle ich Material für die Transportkiste. Damit diese möglichst klein wird, muss meine Lisl Federn lassen; Vorderrad, Lenker und Cockpit müssen weichen.





       

Dienstag, 17. Januar 2012

Reisevorbereitungen - Route und Ausrüstung

Große Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus - aber es sind spannende Schatten, die helfen, mich einzustimmen.
Endlich - ein paar ruhigere Tage über Weihnachten, da kann ich mich mit diversen Planungen und Vorbereitungen beschäftigen. Ich sammle jede Menge Informationen über erforderliche Impfungen und interessante Sehenswürdigkeiten, lese ein Buch über eine ähnliche Reise (Frau mit Moped allein von Alaska nach Feuerland), studiere Reiseberichte im Internet, knüpfe neue Kontakte im Internet mit Reisenden die grade unterwegs sind und "online" berichten können. Spannend! All die vielen unterschiedlichen Ansichten und Erfahrungen mit Menschen, Ländern und Kulturen...

Anhand meiner Zielsetzung beginne ich, meine Route zu planen. Natürlich werden alle interessanten Punkte eingeplant! Ich möchte jetzt endlich mal wissen, wieviele Kilometer wohl zusammenkommen werden und zu welcher Zeit ich wohl wo sein werde. Schließlich wünsche ich mir an Weihnachten Besuch von meiner Tochter. Aber ob wir uns in Mexico, Peru oder Chile verabreden sollen, ist nicht ganz unwichtig. Ich muss sie ja auch mit etwas Spannendem ködern. Sie traut sich noch nicht, schließlich ist sie ja auch noch nie geflogen und war auch noch nie ganz alleine auf großer Fahrt. Und daß es überm Teich spannende Dinge kennenzulernen gibt muß ich ihr noch schmackhaft machen.

Aber zurück zur Routenplanung - ist gar nicht so einfach wie ich mir das dachte. Die Google-Routenberechnung versagt spätestens in Südamerika. Nach langer Analyse, an welcher Stelle die Routenberechnung wohl abbricht, stelle ich fest, daß an manchen Stellen, speziell an Landesgrenzen, auf den ersten Blick zwar Straßen vorhanden sind, aber bei genauerem Hinsehen wohl so kartiert wurden, daß 2 Enden der Straße sich nicht treffen! Dazwischen klaffen in der Karte Lücken von einigen Metern. In Wirklichkeit gibt es diese Straßen natürlich, aber eine automatische Berechnung scheitert halt. Außerdem versagt jegliche Navigation an den erforderlichen Fährstrecken.

Nächster Versuch: ich habe für meinen Garmin SD-Karten von Nord- und Südamerika gekauft. Die Routenberechung im Garmin ist aber sehr mühsam und unüberischtlich. Kein Problem, dafür hat man ja "Map Source" oder "Basecamp". Pustekuchen, ich komm damit etwa genauso weit wie mit Google. In Südamerika sind einige Länder überhaupt nicht kartiert - ich hab das zwar vorher gelesen, aber wohl nicht wirklich registriert. Außderdem war es kein einfacher Kampf, herauszubekommen, mit welchem Garmin-Programm man am Rechner die Routenplanung machen kann; Mapsource konnte nämlich mit den vorgeflashten SD-Karten nicht umgehen.
Ok, noch'n Versuch: diesmal mit TTQV. Die Software hab ich mir ganz stolz schon vor einiger Zeit zugelegt. Kann ja angeblich alles! Aber ich leider nicht. Mit soviel High-Tech kann ich wohl nicht umgehen. Es dauerte bereits Monate, bis ich ein bischen damit umgehen konnte. Na ja, jetzt investiere ich viele volle Tage und kämpfe mich durch. Und es gelingt mir immer besser. Wegpunkte sind da, die Route kann ich zumindest etappenweise berechnen lassen und ich finde sogar Tricks, wie ich diese Routen später in mein Navi übertragen und benutzen kann. Etwas umständlich übertrage ich die berechnenten Routen mittels ihrer Wegpunkte in sogenannte Tracks, die ins Navi überspielt werden und die ich dann mittels der "Track back"-Funktion nachfahren könnte.
Ich hab dieses Jahr ja noch Zeit für Generalproben! Damit die Probe auch nicht zu einfach wird, habe ich mir Georgien vorgenommen.

Route, Zeit, Gesundheit - soweit so gut. Jetzt muss ich an meine Lisl denken; auch die muss natürlich vorbereitet werden. Sie hat mich in unseren fast 24 gemeinsamen Jahren schon 390 Tausend km getragen!!! Da braucht sie auch mal ein paar Streicheleinheiten. Jetzt ist es Zeit, endlich mal einige Teile zu erneuern oder zu überholen. Bislang war ich sehr geizig und stifmütterlich. Obwohl ich aus einem Unfallmotorrad einige Teile (inkl. Motor und Getriebe) besitze, habe ich meist nur bei Bedarf gebrauchte Teile ausgetauscht. Also werden jetzt Motor, Getriebe, Vergaser und Federbein überholt. Oh, die Griffheizung ist nach über 20 Jahren auch fällig - aber nur, weil die Verzahnung am Gasgriff an Zahnausfall leidet; sonst hätte ich bestimmt nochmal Lötversuche unternommen. Und bei diesen immensen Ausgaben mache ich jetzt Nägel mit Köpfen: 2 Hinterräder werden neu eingespeicht und dabei aus der Mitte gesetzt, damit auch breite Stollenreifen ungestreift an meinem dicken Öhlins-Federbein vorbeikommen. Bei der Gelegenheit gibt's auch gleich noch eine Zentrierungskur für die Vorderräder.

Im Moment aber erspar ich Euch die vielen anderen Kleinigkeiten, die am Moped, an der Campingausrüstung, an mir selbst und am Papierkram noch erledigt werden oder zu erledigen sind.