Samstag, 5. Oktober 2013

Spuren im Sand


Während die Temperaturen draußen unter -3 Grad fallen, träume ich von einem klimatisierten Hotel mit warmem Pool und einem LKW der mich zur Straße zurückbringt. Um 5 Uhr früh fahren 4 Autos vorbei - falsche Richtung. Irgendwann muß ich trotzdem aufstehen - ich packe meine Sachen sehr langsam zusammen, in der Hoffnung, daß doch noch ein Fahrzeug mit meiner Richtung auftaucht. Hilft alles nichts - ich bin auf mich selbst angewiesen.
Ich möchte es ja gerne verschweigen, aber es gehört dazu: ich habe richtig Angst vor dem Rückweg. Mit Grummeln im Bauch und Wackelpudding in den Beinen muss ich irgendwann los. Ich stelle mich auf 2 h harte Arbeit ein. Im Schritttempo und bei Bedarf "Füße unten" eiere ich wie der letzte Anfänger voran - das Herz klopft bis zum Hals. Alles was ich für das Gelände gelernt habe, wird mißachtet, mir geht es nur um die Sicherheit, die ich nicht habe. Der starke böige Seitenwind ist auch nicht gerade hilfreich! 12 bis 14 km pro Stunde - schneller traue ich mich nicht. Pfui, Susi! Die Reifen taugen im Sand maximal gar nix! Sie rutschen hoffnungslos seitlich ab in das tiefste Loch. Dort sind meine gestrigen Sturzspuren noch bestens erkennbar.
Nach knapp 1 1/2 h bin ich nach 20 km an der Asphaltstraße angekommen!!! Alles ist gut gegangen!

Ich bin an einem Tiefpunkt: warum mache ich das? Wie geht's weiter? Der schwierige Teil steht mir ja erst noch bevor. Und die von mir geplante Strecke auf der Baha hat einen 20 km offroad-Teil; keiner kann mir sagen, wie schwierig der werden wird. Soll ich umkehren und über 200 km zurückfahren?

Um kurz nach 10 Uhr die erste Militärkontrolle - diesmal wollen sie den Kleidersack sehen. Der riecht sicher nicht besonders gut, auf jeden Fall ist der Kerl sehr bald zufrieden. Keine halbe Stunde später, ich bin inzwischen auf der 5-er nach Süden angekommen, steht die nächste Kontrolle an. Sie winken mich einfach durch. Diese Straße ist perfekt! Kein Schlagloch, kerzengerade, mittlerweile herrschen 30 Grad und meine Füße sind mehr als warm - ich habe heute morgen die wärmeren Socken gewählt.

Süßlich-prafümierter unidentifizierbarer Geruch begleitet mich entlang der Küste. Zum ersten mal benutze ich meine Sonnencreme - genauso riecht das hier überall. Der Wind ist stärker geworden, Ihr könnt es an den Palmen erkennen. Er bringt einigen Sand mit sich, die Umngebung verschwindet darin. In San Felipe ist es Zeit für eine Pause. Tanken, einkaufen, Geldautomat (hab mich noch nicht an die neue Währung gewöhnt und vermutlich viel zu wenig geholt), und dann finde ich ein Restaurant direkt am Strand, das WiFi hat. Während ich dort nebenher 2 Cola trinke drücken sich die Souvenirhändler die Klinke in die Hand. Bei vielen Amerikanern sind sie erfolgreich - ich schaue zum Glück nicht mal hin. Im Meer tummeln sich Pelikane und plötzlich sehe ich einen großen schwarzen Rücken auf- und abtauchen, anscheinend kommt ein Seelöwe bis fast an den Strand.
Am Nachmittag habe ich mich ein wenig erholt und möchte noch ein kleines Stück fahren, bis Puertecitos. Ich halte nach Zeltmöglichkeiten Ausschau, aber das sieht schlecht aus. Die Strände sind mit Hotels oder Hütten zugebaut, auf der anderen Straßenseite herrscht umzäunte Sandwüste. Aus Neugier fahre ich einem Schild "Camp GGeorge" nach - ich finde einen steinigen Platz oberhalb des Strandes mit einigen Häuschen und einem Wohnwagen. Während ich noch überlege, was das sein soll, kommt die Wohnmobilbesitzerin heraus; sie erklärt mir, daß es hier in dem Sinne keine Campingplätze gibt. "Camp" heißt, daß jemand sein Land vermietet oder verpachtet und die Pächter ihre Häuser darauf bauen können. Aber in Puertecitos (den hübschen Strand kann man von hier aus sehen) hat Octavia einen Campingplatz - mit Duschen! Und angeblich billig - nur etwa 10 $. Ok, schau ich mir an.
Ich finde einen Strand mit hübschen Sonnenschirmen. Am Eingang kommt mir ein etwas heruntergekommener Mexikaner entgegen und erklärt mir, ich könne mir jeden belibigen Platz aussuchen. Es zieht sakrisch! Dusche und Toilette sind in einem Ziegelsteinbau. Kosten? 20 $! Das ist mir zuviel. Ich binb nicht sicher, ob er US-$ oder Pesos meint und ziehe 20 Pesos heraus - er lacht nur. Aber er schlägt 10 $ vor. Als ich die kurz darauf bezahlen will (habe nur einen 20er), kann er nicht wechseln und auch nicht in Pesos herausgeben. Jetzt kommt ein zweiter Typ zu Hilfe, der kann zwar besser englisch, sieht aber auch nicht viel vertrauenerweckender aus. Er kann zwar nicht helfen, schlägt aber vor, daß ich da hinten einen Wohnwagen nehmen kann, wenn es mir zu sehr windet. Das ist gut. Auch wenn der Wagen eingeschlagene Fenster, eine nicht schließende Tür, Federkernmatrazen ohne Matraze usw. hat, drin zieht es kaum. Eine genauere Untersuchung der sanitären Anlagen ergibt: es gibt 5 dunkle 1,5 qm-Räume voller Spinnweben. In zweien steht eine Kloschüssel, in den anderen dreien hängt ein Rohr von der Decke. Wasser kommt aus keinem! Und was die beiden Typen in der Nacht treiben möchte ich lieber nicht wissen - ich bin alleine am Strand; die Saison hat noch nicht begonnen.

Es ist Ebbe und das Meer ist sehr weit draußen. Aber einen kleinen Spaziergang bis zum Wasser muß ich auf jeden Fall machen! Ist das schön, wenn das warme Meerwasser um die Füße spült!


http://www.gpsies.com/map.do?fileId=fwpytvzeeibjudau 

Freitag, 4. Oktober 2013

Soy en Mexico!

Ich bin nervös. Die Grenze wird bestimmt kompliziert. Ich darf nichts vergessen. Versicherung. Paß und Fahrzeugpapiere zurechtlegen. Nochmal tanken. Meine Gedanken werden lediglich durch die starken Zanhnschmerzen gestört.
Hier ist die Grenze - "international Border" steht riesengroß angeschrieben. Davor finde ich auf Anhieb ein Versicherungsbüro. Wie lange die Versicherung gelten soll? 30 oder 40 Tage. "Dann nehmen Sie am Besten gleich ein ganzes Jahr!" 4-6 Wochen kosten ca. 130 $, ein ganzes Jahr kostet 120 $ - verrückt. Kurz vor Unterschrift stelle ich durch Zufall fest, daß diese Police nur für die Baja gilt - grade nochmal gut gegangen. Für ganz Mexico ist es natürlich teurer - mit 175 $ für ein Jahr bin ich dabei. Vielleicht sollte ich das sabbatical verlängern???
Auf zur Grenze! Mehrere Spuren führen darauf zu, bis auf 2 sind jedoch alle gesperrt. Ich nehme die "nix zu verzollen"-Spur. Kein Häuschen zu sehen, kein Mensch, der Papiere sehen will oder Fragen stellt. Stattdessen eine Ampel, die mich in einen Korridor einfahren läßt. Dort stehen 2 Kameras. Keine Ansage, ich muß nichtmal den Helm abnehmen. Stattdessen öffnet sich die Schranke vor mir, die Ampel wird grün. Keiner der sichtbaren Grenzbeamten interessiert sich für mich. Also weiter zur mexikanischen Station. Aber die kommt nicht!!! Ich bin drin!? Mitten drin?! im Gewühl, in kleinen schlampigen Läden und Werkstätten, im Staub und Gestank heruntergekommener Autos. Ich kann's nicht glauben. So einen Grenzübertritt hatte ich ja noch nie!
Die Straße verläßt die quirlige Grenzstadt und führt durch karge Hügel. "Straße des Weines" héißt sie - und tatsächlich sind nach einigen Kilometern Weinberge zu sehen. Ob bei der Trockenheit nicht eher nur Rosinen wachsen??? Aber ich sehe Straßenverkäufer mit schönen Trauben und einige Weingüter - muss also wohl funktionieren. Dazwischen Palmen und Olivenhaine.
Noch bevor ich erkenne, daß ich jetzt wieder am Meer bin, meldet mir das meine Nase - ein intensiver Fischgeruch erreicht sie. Ja, ich fahre direkt am Hafen vorbei.
In Ensenada suche ich per GPS nach McDonalds, einer sicheren Internetverfügbarkeit und lande versehentlich vor Alsfonsos Pizzeria, die auch Internet hat. Ist mir natürlich viel lieber! Als Gabe des Hauses wird vor der Pizza eine frischgebackene Semmel mit gesalzener Butter serviert - mmmmmmmmmmmmmmmh das schmeckt!!!! Krosses frisches Brot! Eigentlich bin ich schon satt!
Leider erweisen sich nicht alle Reparaturen als nachhaltig. Das größte Übel - das triefende Getriebe - besteht dummerweise weiterhin; und jetzt fällt mir nichts mehr ein, was noch helfen könnte oder was die tatsächliche Ursache sein könnte. Muß ich micht wohl daran gewöhnen, eine Ölspur durch Amerika zu hinterlassen.
Enseneda ist die erste größere Stadt. Das Leben findet auf der Straße statt, so wie das auch in Europas südlichen Ländern ist. Verkehr und Straßen sind eine Mischung aus bestem Asphalt im Wechsel mit scharfkantingen tiefen Schlaglöchern, amerikanischen Verkehrsregeln gepaart mit italienischer Fahrdisziplin! Besonders lustig sind die Stopkreuzungen an 3-spurigen Straßen von allen Seiten - wer hat da noch den Überblick? Kurvig geht's bergauf bis 1200 m. Kaum sind wir ein Stück von der Stadt entfernt, ist auch wieder sehr wenig Verkehr; wenn man vom Straßenzustand absieht, läßt es sich gut fahren.
Keine Grenzkontrolle? Das war ja schön, aber dafür ist hier die erste Militärkontrolle. Gepanzerte Fahrzeuge, bewaffnete Soldaten, ein Stopschild. Aber es geht gemütlich zu. Sie wollen in die Taschen schauen, begnügen sich aber mit meiner Küchenkiste. Der Kakao wird beschnüffelt, das Salz probiert, ich werde gefragt, ob ich Drogen oder Waffen bei mir hätte. Mein großes Jagdmesser lassen sie als "Werkzeug" durchgehen. Dann darf ich weiterfahren - keine Papiere.
Es geht über Berg und Tal und mehrfach durch verbranntes Land. Stellenweise raucht es noch. Gegen 4 Uhr nachmittags beginne ich, nach Campingmöglichkeiten Ausschau zu halten. Ein Blick auf's Navi sagt, daß hier ganz in der Nähe der Geheimtip "Mikes Sky Ranch" sein muss - ein wenig abseits der Straße. Einmal nachfragen und die Einfahrt ist gefunden.
So, und jetzt macht Susi wieder großen Blödsinn! Der Weg ist ein hartes Waschbrett und sandig, ich bin müde. Es geht einige Kilometer dahin, irgendwie scheint die Ranch immer weiter weg zu wandern statt näher zu kommen. Und schon ist es bei ca. 35 km/h passiert: in einem Sandloch liegen wir beide auf der Nase! Kein Mensch weit und breit. Zündung aus, Benzinhahn zu, abpacken, die Räder in die tiefere Spur ziehen und dann 3 mal "hau ruck". Ok, die Lisl steht wieder - der Sturzbügel hat was abbekommen, aber sonst ist auf den ersten Blick nichts zu sehen. Aufpacken und weiter - kann ja nicht mehr weit sein. Nach fast 2 Stunden sagt mein Navi, das hier keine Straßen kennt, sondern nur nach Luftlinie funktioniert immer noch 20 min. Der Weg ist mittlerweile abenteuerlich geworden - steile zerfurchte Auf- und Abfahrten, sandige Furten - nein, hier fahre ich bestimmt nicht mehr zurück. Bestimmt gibt es auf Mikes Farm einen Lieferwagen, der mich zurückfahren kann. Noch 6 min bis zum Ziel. Eine Ranch taucht auf "Javiers". Niemand ist da. Also weiter. Noch 2 min. Noch 3 min...was ist los?
Mikes Sky Ranch ist an mir vorbeigegangen, ohne daß sie sich gezeigt hätte! Wo ist sie? Mittlerweile ist es dunkel und ich kann die Fahrbahn nicht mehr erkennen. Kein Platz zum campen. Letzendlich parke ich die Lisl am Straßenrand und stelle mein Zelt direkt daneben auf einem kleinen Sandplatz auf. Wir sind auf 1300 m und es ist empfindlich frisch.
Diese Straße will ich wirklich nicht zurückfahren - aber weiterfahren? Ich weiß ja nicht einmal, wohin diese Straße führt. Auch nicht, was für weitere Gefahren dort auf mich lauern...
Erst mal eine Nacht drüber schlafen - falls das möglich ist. Und morgen weiter nachdenken.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Abschied nehmen ist schwer!

Sehr schwer! Besonders von so lieben Menschen wie Sandee und Scott. Bei meiner Abfahrt so gegen 11 Uhr - da ist der Verkehr am erträglichsten - machen wir noch ein paar Fotos und dann wird ganz herzlich verabschiedet. Es tut weh. Tränen fließen. Die beiden versprechen, uns in Deutschland mal zu besuchen. Ich hoffe, sie machen das wahr! Thanks so much Sandee and Scott!!!
Sowohl das Einpacken, als auch die Fahrt und das abendliche Auspacken und Zelt aufbauen gehen heute nicht flüssig von der Hand - der Rythmus ist gestört.
Die Hosen sitzen wieder fester - entweder wurde ich so gut gefüttert oder sie ist bei der Wäsche etwas eingegangen oder Beides. Die alte Isomatte kommt jetzt endgültig in den Müll - ich konnte mich bisher nicht von ihr trennen, aber die Reparatur war erfolglos. Die Lisl steht geschniegelt und gebügelt in den Strartlöchern. Scott findet beim Blick über die Werkbank eine Messerhülle, die keiner von uns kennt. Da fällt mir ein, daß ich ja ein scharfes Klappmesser gefunden habe, das da rein passen könnte und gebe es Scott. Scheint ihn zu freuen; wenigstens eine Klitze-Kleinigkeit, die ich zurückgeben kann.
Mein Tatendrang ist heute nicht so immens - da passen die vollgestopften Freeways zur Trauerstimmung. Mein Navi führt mich zuverlässig und ziemlich streßfrei durch alle Brückenlabyrinthe. Zu sehen gibt es nichts Besonderes - so werden einfach nur Kilometer gemacht. Ich möchte heute bis zur Grenze kommen. In San Onofre gibt es einen schönen Suferstrand; ich mache dort ein paar Minuten Pause auf den Klippen und genieße Sonne, Meer und Ausblick. In Oceanside verlasse ich den Freeway ebenfalls kurz um eine Strand-Boulevad-Fahrt zu genießen. Mir fällt ein, daß ich ja noch Bargeld mitnehmen wollte - zum Tauschen und möglicherweise muß man die Karibik-Kreuzfahrt auch bar bezahlen. Also plündere ich die Geldmaschinen um alles was sie hergeben.
Jetzt wo ich mich einigermaßen an die amerikanischen Verkehrsregeln gewähnt hab, verlasse ich das Land. Eine Regelung hat mir hier sehr gut gefallen, das sind die Stopstraßen, die es häfig an Kreuzungen oder Abzweigungen gibt. Dort müssen ALLE Fahrzeuge, egal woher sie kommen, anhalten! Dann wird weitergefahren, egal wohin, nach dem Prinzip: wer zuerst kommt, fährt zuerst! Eine sehr einfache Regelung, die wunderbar funktioniert und extrem kurze Wartezeiten verursacht.
Dazu paßt vielleicht ein kleines Resümee zur amerikanischen Historie - keine Angst, es gibt keine ellenlangen Vorträge. Das mag ich überhaupt nicht!!! Aber was ich schon die ganze Zeit spüre, versuche ich mal so auszudrücken. Alles was als "historisch" ausgewiesen ist, dürfte so etwa 150 Jahre alt sein. Weiter zurück wird kaum etwas erwähnt. Auch in den Ortschaften, die so etwas wie Flair zeigen, sieht man nur den Wild-West-Stil der Auswanderer und Siedler. Genau so scheint auch heute noch die Mentalität zu sein - einfach ein schnell gebautes Haus irgendwo hinstellen und schon hat man seinen Wohnsitz. So zerstreut und hingeworfen wirken auf jeden Fall die meisten Ortschaften.
Das heutige "Abenteuer" ist lediglich ein "teurer Abend". Ich bin schon so nahe an der Grenze, daß überall Polizeiposten stehen, alle Ländereien eingezäunt sind und Hubschrauber patroullieren. Hier kann ich nicht wild zelten - es gibt nur einen einzigen Zeltplatz in der Nähe. Er sieht schon exklusiv aus, daher erwarte ich keinen günstigen Preis. Die 32 $ sind im Vergleich zu San Francisco dagegen überraschend. Ja, Duschen, Strom und WiFi sind inklusive! Die Freude wird allerdings schnell getrübt, denn der Strom schafft noch nicht mal, meine 5 W-Zeltbeleuchtung ordentlich leuchten  zu lassen (da hol ich ihn mir doch lieber von der frisch geladenen Lisl) und das Internet kriecht im Schneckentempo und ist auf 30 min begrenzt! Der Campingplatz ist riesig, völlig ungemütlich und schrecklich laut - ich freue mich auf den nächsten Freiheitsplatz. Im Zelt neben mir telefoniert eine Frau ständig und laut und 2 Wohnmobile weiter gibt es einen Kläffer, der seit 2 h unentwegt bellt - daß der nicht schon lange heiser ist?!

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=fnetptesdcxlwwsg 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

LA II

Sandee und Scott müssen arbeiten. Ich nutze die Zeit für alle Dinge, die getan werden müssen. Zum Beispiel: ein passendes Schiff in der Karibik finden, das mich nach Südamerika bringen kann. Meine Fotos und Filme sichern und versandbereit machen, ebenso alle Dinge, die ich auf der weiteren Reise nicht unbedingt benötige zusammenstellen - die werde ich nach Hause schicken - spart Platz und Gewicht. Dann schaue ich mir die defekte Isomatte an - im Karpfenteich, was die armen Viecher ziemlich verstört! Nach ewig langer Suche finde ich tatsächlich ein Löchlein - um es markieren zu können muß ich einen Stift holen. Bei der erneuten Suche finde ich es ewig nicht, obwohl ich genau weiß, wo es ist. So klein ist das Loch! Ok, es wird repariert - die Hoffnung steigt. Leider zeigt die abendliche Kontrolle, daß die Matte immer noch Luft verliert, ich werde sie also schweren Herzens entsorgen müssen.
 
Dann kommt Scott nach Hause, bringt den geschweißten Sturzbügel mit und nimmt mich mit zum BMW-Händler - die Teile sind da. Bremsbeläge haben sie leider nicht. Ab sofort ist Schrauber-Alarm. Ich brauche viele Stunden, bis alles wieder zusammengebaut ist - nun müssen wir nur noch den Hinterreifen wieder mit Luft voll bekommen. Der Reifenhändler ist für amerikanisch Verhältnisse "um die Ecke", mir kommt es vor, wie das andere Ende der Stadt! Warum der Reifen platt ist bleibt ein Rätsel - wir bauen einen neuen Schlauch ein und hoffen, daß er länger hält. Eingebaut ist das Hinterrad in wenigen Minuten. Beim Reifenhändler gab's zwar Bremsbeläge, aber nicht die Passenden - die reserviert mir Scott beim BMW-Händler in Long Beach für morgen. Mein Navi sagt, das sind fast 40 Meilen!!! Immerhin liegt der Händler eh am Weg.
 
Schnell schnell - Hände waschen und duschen; das Werkzeug und alles was ich sonst noch in Haus und Hof verstreut habe bleibt einfach liegen, packen muß ich morgen. Wir gehen nämlich zusammen mit Sandees Dad und einer Nichte in's Kino - ein Film über Niki Lauda und James Hunt - natürlich in 3D und Dolby sorround. Aber der Clou sind die Kinosessel, die Vibration und Kurvenverhalten der Rennwagen wiedergeben (sollen).
 
So, morgen geht's weiter - bis zur mexikanischen Grenze. Wenn alles gut geht. Immerhin hat die Lisl eine Generalsanierung erhalten!

Dienstag, 1. Oktober 2013

Susi goes Hollywood

Heute und morgen ist Ruhe angesagt. Zumindest was die Kilometer-Leistung angeht. Die Lisl braucht etwas Pflege...
Auf Scotts Anweisung putze ich tatsächlich meine Lisl - ich glaube, so sauber war sie noch nie. Noch nichtmal Fritz hat es geschafft, daß ich irgendwann das Moped putze!
Sandee und Scott gehen arbeiten, mir gehört die Garage und Werkstatt.
  • Der linke Sturzbügel muß geschweißt werden, da der Seitenständer ihn zu stark belastet hat. Die Demontage erfordert einige zusätzliche Arbeiten (Demontage Tank, Ölkühler, Motorabdekchung), so daß die Lisl schon nur noch halb dasteht. Beim Zerlegen tauchen natürlich weitere Schäden auf, die aber behoben werden können - die Achse des Seitenständers ist total verrostet und nicht geschmiert.
  • Die Batterie benötigt eine Nachladung, allerdings muß ich warten, bis Scott zurückkommt und mir das Gerät heraussucht.
  • Am Getriebe kann ich noch nichts machen, die Teile liegen noch in Scotts Geschäft - diese Arbeit kommt morgen dran.
  • Der linke Gabelholm muß ausgebaut werden - dafür müssen auch Tachosensor und Blinker weg. Bevor ich die Gabel zerlegen kann, kommt Scott nach Hause und erklärt mir den Plan für den Nachmittag - LA besichtigen.
  • Die Bremsbeläge auszutauschen ist ein Klacks - aber sie hatten's auch bitter nötig - die waren schon bis auf das Trägerblech abgenutzt. Mal sehen, ob ich morgen Ersatz dafür bekomme?
  • Als ich die Lisl ein Stück rückwärts schiebe, höre ich ein Pfeifen und die ganze Luft entweicht aus dem Hinterrad. Sieht so aus, als ob das Ventil vom Schlauch abgerissen wäre - aber wie kann das passieren? Wurde doch vor 4 Tagen erst für teures Geld neu montiert?! Das ist so ärgerlich!!!
Kurz nach Mittag kommen Scott und Sandee nach Hause - jetzt ist sightseeing angesagt. Scott kutschiert uns durch Canyons und Berge nach Malibu zum Mittagessen im Strandrestaurant. Danach haben wir einen kleinen Spaziergang mit Hund entlang der St.Monica Bay. In Beverly Hills werden weltberühmte Cupcakes bei Sprinkles eingekauft und Scott kauft mir als Andenken noch ein T-shirt. Sandee ist ganz außer sich, daß es heute Cupcakes gibt - sie liebt sie! Genau zum Sonnenuntergang schlängeln wir uns durch die Hollywood Hills bis ganz hinauf um das unvermeidliche "Hollywood-Foto" zu machen. Ja, das mußte sein. Ich musste selbst an all diesen berühmten Orten gewesen sein, um festzustellen, daß es nichts anderes ist, als eine normale Großstadt, ein normaler Strand... Eigentlich kann ich gar nichts dazu sagen - es gibt nichts zu sagen. Außer vielleicht - oben in den Hollywood Hills stehen schon ein paar schöne Häuser (dazwischen allerdings auch einfachere und heruntergekommene) und auf der Straße davor die Statussymbole: 2 Porsche.... Die Berge sind wahnsinnig steil, die Straße dazwischen wahnsinnig eng und kurvenreich. Keine Swimmingpools mit Poolboys. Enttäuschend.

Montag, 30. September 2013

Erwischt

...haben sie mich heut! Kurz vor 5 Uhr morgens ruft es "Sheriff's office" - wollen natürlich wissen, wer ich bin, woher ich komme und wohin ich will - und ob ich alleine bin. Vor allem aber interessiert sie, ob der große LKW-Anhänger vor dem Motel mir gehört? Eine lustige Vorstellung: die Lisl zieht einen Sattelauflieger - ha ha ha. Na gut, wenn das nicht meiner ist, soll ich noch eine gute Nacht haben - übrigens ist hier kein Campingplatz. Das war's.
Zum Frühstück habe ich Gesellschaft von Krähen und Möwen, aber die sollen warten, bis ich fertig bin. In der Ferne höre ich Seehunde. On the road again flüchtet ein Fuchs vor mir, Rehe grasen einträchtig mit Kühen auf der Weide. Und dann ist auf einmal ein Strand voller Seelöwen direkt an der Straße! Sie besiedeln den ganzen Strand und sind wohl áuch noch etwas müde - auf jeden Fall ist hier kein großes Geschrei. Vielleicht liegt es ja auch daran, daß für jeden genügend Platz ist?
Heute muß ich eine größere Strecke zurücklegen, außerdem gibt es außer High- und Freeway eigentlich keine Alternativen. Die Landschaft bietet auch kaum Neues, so ist heute ein "Transfertag". Wir dösen (oder düsen) also bei mehr oder weniger starkem Verkehr Richtung LA. Unterwegs begegnet uns eine "Telephone Road" und eine "Timber Lane" - die nehmen wir aber nicht, denn auf dem Holzweg bin ich auch so oft genug. Oft führt die Straße direkt an der Küste entlang, gelegentlich sind aber auch ein paar Berge dazwischen. Als Motorradfahrer spürt man dabei die 4 Grad Unterschied zwischen heiß und kühl sofort - aber genau deshalb fahren wir ja Moped!
Hearst Castle wollte ich mir eigentlich anschauen. Ich komme bis zum Besucherzentrum, von wo man in der Ferne das Schloß sehen kann. Schon morgens um 9 Uhr ist der Parkplatz voll und man muß mit einer geführten kostenpflichtigen Bustour zum Schloß. Nein, das mag ich nicht.
Santa Barbara - ein bekannter Name. Was ich mir davon erwartet habe, weiß ich nicht wirklich. Um es kurz zu machen, ich würde sagen "das kalifornische Nizza" - na ja, wer's mag... Wir zockeln die Strandpromenade entlang, es scheint eine Verantaltung stattzufinden. Könnte ein Beach-Ball-Turnier sein. Etwas weiter draußen ist die Promenade voller Künstlerstände, hauptsächlich Maler, aber auch ein paar Töpfer und andere hübsche Dinge. Wir lassen sie links (nein rechts) liegen.
Bei Andrews werde ich schon erwartet und komme gerade rechtzeitig zum Grillen - Naran und Jennifer sind auch da. Sandee und Scott freuen sich wirklich, mich zu sehen! Ich werde köstlich bekocht und auch meine Wäsche ist ruck-zuck erledigt. Morgen werde ich gezwungen, die Lisl zu putzen, bevor ich daran schrauben darf!
PS: die Lisl wurde morgens vor dem Cafe (beim bloggen) schon wieder bewundert und von allen Seiten fotografiert - von Phil, dem Koch.

Sonntag, 29. September 2013

Hwy No 1


Es ist gutgegangen - keiner wollte irgendetwas von mir und ich hatte eine schöne ruhige sternklare Nacht. Etwas kalt... Armer Petrus! Er kann's mir wohl nie recht machen. Zu heiß, zu kalt, zu naß, zu trocken, zu...aber eigentlich hab ich nur nicht die richtige Kleidungskombination getroffen. Sommerjacke und Pullover? Oder kein Pullover und Regenjacke drüber?
Am Morgen lassen wir uns treiben - als erstes müssen wir ja den Freeway um Santa Cruz vermeiden. Also halten wir uns an der Küste, wo es geht. Auf diese Weise erfahren wir die schönsten Strände. Ein Teil der Küste scheint Surferparadies zu sein - wenn sie im Wasser auf ihren Brettern sitzen oder liegen, sehen sie aus wie die Seehunde, man könnte meinen, sie strecken auch nur die Nase aus dem Wasser. An Land machen sie einfach nur einen guten Eindruck - hier laufen so viele hübsche Menschen rum - gutaussehende Jungs und Mädels. Wir trödeln die Strandpromenade entlang und streifen das Vergnügungsviertel, das sich durch eine riesige Achterbahn unübersehbar macht. Wir sehen hübsche und weniger hübsche Häuschen, kommen durch ein Nobelviertel, finden aber auch direkt am Strand so was wie ein Containerdorf. Die Straße bleibt aber nicht immer direkt am Wasser sondern verläuft parallel dazu - immerhin kann man immer wieder an einen Stichstraße einen Blick auf's Meer erhaschen.  Bis wir an Santa Cruz vorbei sind, hat es Stunden gedauert. Irgendwann komme ich nicht mehr um den Hwy herum, aber in Monterey biege ich wieder ab. Hier gibts einen schönen Hafen und eine nette Oberstadt zu sehen. Im Hafen können wir bis ganz raus fahren, wo hordenweise Angler stehen. Auf halbem Weg am Pier riecht es verlockend nach gegrilltem Fisch. Als ich in das hübsche kleine Restaurant gehen will, schließen sie gerade.
Zwischen Santa Cruz und Monterey erstreckt sich ziemlich flaches Land, die Berge sind nach Osten ausgewichen. Die Erde ist ganz dunkel und fein - irgendwann riecht es nach frischen Kartoffeln. Ja, hier werden sie gerade geerntet! Für Interessierte: die Traktoren fahren hier auf Raupen-Riemen! Auf riesigen grünen Feldern zu beiden Seiten der Straße scheinen viele Menschen etwas zu ernten. Das muß ich mir aus der Nähe anschauen: Erdbeeren!!! Und wie Große! Da muß ich mir doch "für gleich" zwei stibizen - mmmh!
Irgendwann bekomme ich eine äußerst interessante Duftmischung in die Nase, es dauert ein Weilchen, bis ich identifiziert habe: Erdbeeren, Kartoffeln und Krabben!
Ein Blick auf die Uhr und auf die Route - oh Schreck. Der Tag ist schon fast vorbei und ich hab erst ein Drittel der Strecke hinter mir. Jetzt müssen wir unsere Trödelei halt büßen. Die Straße ist noch ein ganzes Stück äußerst stark befahren - aber bietet halt auch wunderschöne Ausblicke. Eigentlich müsste man alle 5 min anhalten und fotografieren...viele tun das auch, daher geht es nicht wirklich zügig voran. Hinzu kommt, daß die Straße herrlich kurvig ist, aber einen extrem welligen Belag hat. Lisls Federung hat ordentlich zu tun. Bei längeren Bodenwellen oder großen Löchern federt sie so stark ein, daß der neue Hinterreifen am Schutzblech streift - mal schauen, wer der Stärkere ist. Ich glaube, der Reifen gewinnt - das Schutzblech ist schon ziemlich angeschliffen!
Noch ein Wort zu meiner Lisl - ich hatte schon ganzh schön viele Sorgen mit ihr. Soviel Schwierigkeiten hat sie mir sonst noch nie bereitet, auch wenn die Touren ähnlich lang waren. Na gut, jetzt haben wir schon 13 Tkm in Amerika zurückgelegt, aber trotzdem; der Anlasser fängt an, komische Sachen zu machen und die Bremsbeläge vorn scheinen total runter zu sein - nach so kurzer Zeit!? Meine Lisl-Biene scheint halt auch noch an den Spätfolgen des Unfalls zu leiden. Ich muß sie ein bischen mehr betüdeln!
Halt - ich muß noch etwas zur Landschaft sagen...
Die meiste Zeit führt die Straße an der Küste entlang. Anfangs säumen bewachsene Dünen, manchmal überdeckt durch wandernde Sanddünen den Weg. Dann kommen wir in den Wald. Stellenweise fahren wir durch dichtbewaldete Schluchten, die selbst am hellen Tag fast stockdunkel sind! Und plötzlich glänzt das Meer wieder hundert Meter unter uns. Ganz schön abwechslungsreich!
Eigentlich bietet die Küste aber nicht wirklich viel Neues gegenüber der weiter nördlich Erlebten. Gut - die Temperaturen sind viel angenehmer, die Sonne scheint kontinuierlich und die Vegetation ist mediterran - aber ansonsten: Meer, Sand, Felsen, Wald...
Unser Ziel für heute schaffen wir nicht ganz, aber wir haben gegen Abend doch noch ziemlich aufgeholt. Noch bei Tageslicht entdecke ich ein Motel direkt an der Küste - aber es ist verlassen. Ein großer Parkplatz davor und eine weite Fläche dahinter locken zum Bleiben. Das Camping-Verbotsschild übersehe ich geflissentlich!

Samstag, 28. September 2013

San Francisco - oder auch nicht

Eigentlich kann man sagen, daß ich heute Geburtstag gefeiert habe, denn heute war ein gemütlicher, schöner, entspannter Tag. Am Morgen habe ich ganz gemütlich gefrühstückt (ja,ich habe wieder Brot und kann Allmuths leckere Marmelade genießen!) und mein Geraffel zusammengepackt. 
Das scheint hier der Naherholungspark zu sein, jede Menge Jogger und Radler kommen vorbei. Ein etwas älterer Jogger kommt nach seiner Tour zu mir und ratscht - über's Reisen hauptsächlich. Am Ende fragt er mich, ob ich meinen Zeltplatz schon bezahlt habe - es wäre ja unfair teuer hier und sie hätten zu wenig Leute, um am Ausgang zu kontrollieren, ich solle einfach nichts bezahlen. Ha, das muß man mir ja nicht zweimal sagen - hat funktioniert. 

San Francisco: über die Golden Gate Bridge geht es eigentlich ziemlich entspannt in Richtung Stadt. Obwohl die Brücke kostenpflichtig ist, steht am Kassenhäuschen "nicht anhalten!", was ich auch brav und prompt befolge. Auf der anderen Seite finde ich sogar eine passende Abfahrt vom Freeway, die mich zum Pier 39 an der San Francisco Bay führt. Dort ist die Touristenhölle los - jede Menge Läden und Buden - eigentlich zum Bummeln gut geeignet. Aber ich habe Angst um meine Habseligkeiten - erstens bin ich gewarnt worden und zweitens laufen hier schon einige etwas abgehalfterte Gestalten rum (wahrscheinlich mache ich kaum einen besseren Eindruck). So schaue ich nur mal kurz am Pier vorbei, werfe einen Blick nach Alcatraz und ergötze mich ein paar Minuten an den Seelöwen, die den Pier besetzt halten. Beim Wegfahren schneidet m ichein flotter Radler und ruft mir laut zu "nice bike, nice bike!"... 

Ich versuche, mich in die Stadtmitte vorzukämpfen, ich möchte diese steilen Straßen mit Kuppen und die Cable Cars sehen. Aber ich bleibe hoffnungslos im Stau stecken. Von den lustigen Straßen habe ich ein wenig mitbekommen, aber vom Cable Car hab ich nur die Schienen gesehen. So steuere ich jetzt meinen letzten Punkt "Point Lobos" an. Ein hübscher Park und ein schöner Ausblick am NW-Ende der Stadt. Und nicht viel los. 
Hier beginnt die herrliche Küstenstraße No 1, ein mittelgroßer Hwy mit nicht allzu dichtem Verkehr. So können wir auch gelegntlich einen Blick auf andere Biker oder auf die herrliche Küste werfen. Einen wunderbaren Ausblick bietet die Durchfahrt zwischen zwei von hohem Dünengras bewachsenen Böschungen, hinter denen der Pazifik strahlt. Leider kein Foto möglich (wie auch in der Stadt) - wegen Verkehr. Aber darum bin ich ja selbst hier, um alles zu erfahren, zu  sehen und in mich aufzunehmen, nicht nur, um Fotos zu schießen. 

An einem der "Staats-Strände" möchte ich kurz anhalten, um ein Foto zu machen. Es kostet Eintritt. Ich überlege grade, wieder wegzufahren, als mich der Ranger freundlich anspricht. Er schert sich gar nicht ums Geld, er will einfach nur mit mir reden. Ach ist das schön! Mit netten Menschen über das Reisen, das Leben, streßfreie Arbeit und einfach alles Mögliche zu reden. Zwischendrin muss er ein paar Autos abkassieren, aber dann möchte er weiter klönen. Natürlich sagt er mir, welches die schönsten Stellen hier sind - und wie ich hinter Santa Cruz am besten den Freeway umgehe. Als ich so nbebenbei erwähne, wie und wo ich ein Plätzchen für die Nacht suche, gibt er mir 2 Tips zum wild zelten. Dem zweiten, hinter Pigeon Point einen der Feldwege zur Küste zu nehmen, folge ich. Da steht zwar, daß man sich hier nur am Tag aufhalten und nicht campen darf...aber wenn ich quasi schon die Erlaubnis eines Rangers habe?! Vielleicht geht's ja gut. 

Pigeon Point ist ein alter Leuchtturm mit ein paar Nebengebäuden, in denen ein Hostel untergebracht ist. Man erfährt was über den mehr als 100 Jahre alten Leuchtturm, aber man kann leider nicht rein. Also genieße ich nur die Ausblicke. Zurück bei der Lisl werde ich wieder mal um Fotoerlaubnis gebeten - ein Harleyfahrer (heute hier mit Auto), der trotz vieler Koffer und Topcases nicht so viel verstauen kann wie ich und ganz neidisch ist. 

Ich bin früh dran, etwa 1/2 5 Uhr und möchte das Zelt noch nicht so offensichtlich aufstellen. Also genieße ich erst ein wenig den Blick auf's Meer und die Küste. Direkt vor mir ragt ein großer Felsen aus dem Meer. Möwen, Kormorane und Pelikane halten ihn besetzt. Im ruhigen Wasser dahinter entdecke ich eine Handvoll Robben, die mich foppen. Ich beobachte sie mit meinem kleinen Fernglas und weil sie immer wieder abtauchen und woanders wieder erscheien muss ich sie ständig suchen! Sie spielen und aalen sich im spätnachmittäglichen Sonnenschein, als ob sie sich die Sonne nochmal so richtig auf den Pelz brennen lassen wollten. Meist zeigen sie nur ihre Nase, manchmal taucht der ganze Kopf zum Gähnen auf, gelegentlich zeigen sie auch ihren Rücken. Sind ganz schön groß, die Viecher. Am lustigsten ist es, wenn sie auf dem Rücken schwimmen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und dann beobachte ich eine Reihe Möwen, die genau dem Kamm einer einlaufenden Welle folgen. Als die Welle bricht, ziehen sie entlang der Gischt zur Seite ab - das ist ein ganz lustiges Bild, diese Formation! 

Habe mich für Sonntag abend in LA bei Sandee und Scott angemeldet und werde da vermutlich 2-3 Tage bleiben (müssen), weil einige Ersatzteile für die Lisl erst am Dienstag ankommen. Vielleicht kann ich mich ja in diesen Tagen wieder etwas zivilisierter hinbekommen? 

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=irbiqysesimgixfd

Freitag, 27. September 2013

Happy birthday to me!

Mein Lapi macht mal wieder Ladezicken - also Aufmerksamkeit widmen und streicheln - na bitte, geht doch! Dafür versagt jetzt das Handy-Ladekabel Nr. 2.
Den Blog lade ich am Morgen im McDonalds hoch. Während ich da sitze werde ich mindestens 3 mal auf mein Moped angesprochen - die Lisl bekommt ständig Komplimente. Auch sonst ziemlich häufig. "Hübsches Motorrad, abenteuerliches Motorrad, ich liebe solche Motorräder, ein tolles Bike, genau das richtige Motorrad für so eine Tour, der Dreck drauf ist besonders cool..." ich glaube, kein anderes Motorrad hat je so viele Komplimente kassiert. Dafür bekommt die Lisl heute auch mein Geburtstagsgeschenk - kurzterhand spendiere ich ihr alle beide Reifen (der vordere hätte sicher nur noch 2-3 Tkm gehalten). Die bekommt sie am frühen Nachmittag in Modesto bei "BMW specialities" von Dirk.
Abwechslungsreich geht es Richtung Westen; zu Beginn noch gebirgige Kiefernwälder, dann weites vergilbtes Grasland mit verstreuten alten Bäumen, gelegentlich ein See oder gemächlicher Fluss, schließlich grüßen mich alles überragende Palmen und Zypressen zwischen Plantagen. Scheinen Pfirsiche und Nüsse angebaut zu werden. Ganz lusitg sind die Berge kurz vor San Francisco, das sind wellige, ganz kahle aber erstaunlich hohe Hügel, die lediglich von gelbem Gras bedeckt sind.
Die morgendliche Straße ist eigentlich ein Traum! Wunderschöne Kurven, ein Asphaltband vom Allerfeinsten, herrliche Landschaften - eigentlich müßte ich nur so jubeln. Aber meine Gedanken sind nicht bei mir - weiß der Teufel, wo die sich heute rumtreiben. Und die Lisl hoppelt mühsam auf ihren abgefahrenen Schlappen dahin. Schade!
Als am Nachmittag um 4 Uhr die neuen Reifen drauf sind, frage ich mich doch tatsächlich, ob ich nochmal zurückfahren soll?! Ha ha ha... Ne, fahren wir lieber noch ein bischen Richtung Frisco, damit wir das morgen ausführlich genießen können. Das "bischen" wird ungewollt doch ein wenig länglich, denn schon bald beginnt der Freeway.
Freeway ist wie Ghetto - wenn Du drauf bist, bist Du gefangen. Gefangen in 4 Spuren hundsmiserabler Fahrbahn. Gefangen zwischen tausenden von gleichschnell dahinrauschenden Fahrzeugen. Gefangen in einem Kanal ohne Ausgang. Du kommst hier nicht raus! Natürlich gibt es Kreuzungen und Abzweigungen  - Brückenschlangen winden sich über- und durcheinander - wehe, Du bist der falschen Schlange auf den Leim gegangen! Du kommst hier nicht raus... Da, eine Ausfahrt! Keine Ahnung, wohin die führt. Es steht zwar ein Straßennamen dort, aber der hilft mir nicht weiter, denn die Ortsnamen stehen nicht dran. Irgendwie schaffe ich es dann doch, in Berkeley dem Freeway zu entkommen. Endlich mal anhalten (auch schwierig) und das Navi fragen können. Wo es hier einen Campingplatz gibt? Ja, ganz viele...ich lasse mich leiten und lande zuerst mitten einer Fußgängerzone und dann in einem wenig vertrauenerweckenden Wohnviertel. Nix Campingplatz. Fragen wir mal die Karte - die zeigt nördlich von Frisco tatsächlich einen Campinplatz an. Es ist Nacht und ich muss wieder auf den Freeway - die Einfahrt zu finden ist mindestens genauso schwierig wie umgekehrt. Wie auch immer - ich finde im China Camp State Park tatsächlich einen Platz - für 35 $! Stadtpreise eben. Und kaum bin ich angekommen, fährt auch schon der Ranger durch, um zu sgen, daß das Tor jetzt bis morgen früh geschlossen wird.
Zum Abendessen gibt es dann doch kein Luxusessen sondern klare Brühe, Brot und Käse und ein Stückchen krachsauren Apfel. Allerdings findet das Mahl in lauer Nacht unter klarem Sternenhimmel statt. Ein Stern schnuppt vorbei...
Und noch was: ganz ganz lieben und herzlichen Dank an alle vorschnellen, pünktlichen und nachträglichen Gratulanten. Auf allen Kanälen - Kommentare im Blog, E-Mail, Facebook - habt Ihr an mich gedacht! Hat mich sehr gefreut!

Donnerstag, 26. September 2013

Kontrastprogramm

Ich komme mir blöd vor, als ich am frühen Morgen den Pullover anziehe - aber bei 20 Grad wird's unterm Fahren doch ganz frisch. Als ich etwa 1 h später den Winterpullover anziehe, komme ich mir nicht mehr blöd vor, sondern bin froh, daß ich nicht so friere wie die anderen, z.B. die drei Ösis in Jeans auf ihren gemieteten Harleys, die von einem Bein auf das andere hüpfen und die Hände zusammenschlagen. Die Temperatur ist auf 6 Grad gefallen - vor gut 12 h waren's noch 40 Grad!
Über den 3000 m hohen Tioga-Pass geht es in den Yosamite-Nationalpark. Der Aufstieg ist ein Abenteuer: es weht der übliche böige Wind, es gibt wunderschöne Ausblicke und geschotterte Ausweichplätze zum fotografieren. Der Wind nimmt zu, ich muß deshalb sogar einen Gang runter schalten und beim fahren ordentlich aufpassen. Ausgerechnet an dem Platz, an dem ich anhalte ist es so zugig, daß ich die Lisl kaum mehr aufrecht halten kann - und dazu rutschiger Untergrund. Ein Foto machen? Keine Chance - ich habe alle Hände voll zu tun, die Lisl im Gleichgewicht zu halten und komme nur mit Hilfe eines Stoßgebets wieder auf die Straße zurück! Den Iren, die ich später treffe, ist es kaum besser ergangen - so etwas haben sie auch noch nie erlebt.
Für Mopedfahrer kostet der Eintritt in den Park 10 $. Ich frage die Ticketverkäuferin, von wann denn all der Schnee ist, der hier rumliegt - vor 3 Tagen hat's zum ersten Mal geschneit und heute nacht erwarten sie wieder Schnee!
Es sind schrecklich viele Touristen unterwegs, darunter auch viele Motorradfahrer. Ich vermute, daß kaum Amis dabei sind - das merkt man an der Fahrweise. Die ist auf einmal wieder sehr anstrengend geworden.
Ich will ja dem Yosemite-Park nicht unrecht tun. Ja, es ist schon schön hier. Felsig, moorige Wiesen, Kiefern - auf jeden Fall das Gegenteil vom Death Valley. Die Felsblöcke die hier rumliegen sind echt gigantisch - auch die Berge scheinen nur aus einem einzigen Block zu sein (heißt dann wohl Monolith?). An einem der Berge fehlt ein Stück, das sieht aus, wie wenn ein Zahn abgebrochen wäre; muß ordentlich gepoltert haben, als das heruntergefallen ist. Aber irgendwie erfüllt der Park nicht meine Erwartungen. Oder ich bin heute nur schlecht drauf? Oder ich hab schon zu viel gesehen.
Beim Abstieg auf der Westseite riecht es nach Geräuchertem und Holzfeuer - eigentlich ein angenehmer Geruch in meiner Nase. Irgendwo sehe ich dann Waldarbeiter, die noch Wasserschläuche wegräumen, einige Waldgegenden sind gesperrt. Da scheint es doch vor Kurzem gebrannt zu haben...
Ich kreuze den Park von Ost nach West und dann von Nord nach Süd, weil dort am Südende riesige Mammutbäume stehen sollen, die möchte ich ganz gerne noch sehen. Als ich dort ankomme bin ich sehr enttäuscht; es gibt ein paar wenige Bäume, die aber lange nicht so groß sind wie die aus "Stouts Grove"; man muß mindestens 1 1/2 Stunden wandern, um noch mehr zu sehen und es ist schon bald 5 Uhr abends - höchste Zeit zum Schlafplatz suchen! Also fallen die Mammutbäume hier aus.
Ich suche mir auf der Karte eine Nebenstraße aus, um einen Zeltplatz zu finden. Aber irgendwie scheinen Karte, Navi und Realität sich nicht einig zu sein - auf jeden Fall bin ich auf einer vielbefahrenen Straße anscheinend in falscher Richtung unterwegs. Das ist mir jetzt zu dumm und ich zelte mitten in einer Ortschaft auf einem etwas versteckten Lagerplatz für Telegrafenmasten. Kurskorrektur morgen! Muß der Lisl in Modesto einen neuen Reifen besorgen - hat mich einige Zeit und Hilfe eines Einheimischen gekostet, etwas hoffentlich Passendes zu finden.

Mittwoch, 25. September 2013

Abgesoffen im Death Valley...

...bin nicht ich, sondern die Straße. Tatsächlich!!! Vor etwa 1 Monat hat es so ein heftiges Gewitter gegeben, daß die komplette Straße weggewaschen wurde! Ob ich mir das auf die Regenmacher-Fahne schreiben darf? Schließlich bin ich um die Zeit gerade nach Amerika gekommen.
Auf jeden Fall will mich das Death Valley nicht so einfach haben. Ich muss von der "wegen Flut geschlossenen" Abzweigung etwa 1 h zurückfahren und kann dann von Norden nach Badwater nur hin und wieder zurück fahren - auch nochmal etwa 1 h. Bis dahin werde ich allerdings noch vor "extrem heißen Temperaturen" und vor "eisigen Straßen" gewarnt! Wie das wohl alles zusammenpaßt am heißesten Punkt Amerikas? Immerhin klettert das Thermometer in Badwater auf 39 und etwas später dann auf knapp über 40 Grad - meinen Rekord vom 10. September mit 42 Grad knackt es jedoch nicht!
Bevor es in das Tal hinuntergeht, machen wir noch den Abstecher zum Dante's View auf 1650 m. Er liegt ziemlich direkt über Badwater, das mein Navi auf -60 m ausweist. Die Straße ist ca. 30 km lang und asphaltiert - aber der Zustand ähnelt eher einem alten Waschbrett.

Nach einem weiteren Aussichtspunkt schließlich ganz unten in Badwater angekommen, ist tatsächlich noch eine Pfütze mieses Wasser zu sehen. Früher - also viiiiel früher - war das alles mal ein riesiger See! Wo ich jetzt hier unten stehe und mir vorstelle, daß das Wasser bis zu den Berggipfeln gereicht hat, da würde ich doch gerne eine meiner nächsten Touren durch den Mariengraben machen. Wer weiß, vielleicht geht da auch mal eine Straße durch...schon beeindruckend!
Hier unten treffe ich Frank wieder, mit dem ich schon kurz am Dante's View gesprochen habe. Wir fotografieren uns gegenseitig und ich erfahre, daß er im Januar / Februar in Patagonien sein wird. Wär ja ein lustiger Zufall, wenn wir uns dort wieder sehen würden.
Um meine Lisl hat sich mittlerweile eine Gruppe dänischer Harleyfahrer geschart. Während wir so über dies und das reden, trinke ich meine Teeflasche leer. Man bietet mir Nachschub an, eisgekühltes Wasser möchten die Jungs für mich organisieren, aber ich lehne dankend ab - im Kanister ist ja noch Wasser. Ciao. Als ich vom stillen Örtchen zurückkomme, stehen in Lisls Schatten 2 eiskalte Flaschen Trinkwasser! Dänen lügen nicht...
Die Lisl avanciert übrigens so langsam zum richtigen Fotomodell. Man fotografiert sie gerne: alleine, mit mir (mit und ohne Helm) aber auch mit Mann oder Frau oder alle zusammen. Nicht daß sie noch Starallüren bekommt!
Ich fahre das ganze Tal Richtung Norden entlang - ewiglange geradeaus, mitten im Backofen. Aber so ist halt Wüste! Irgendwann ist meine Karte zu Ende und ich muß umblättern. Wo wollte ich eigentlich als Nächstes hin? Ah ja, Yosamite-Park. Aber da bin ich ja falsch - viel zu weit nordöstlich! Und nach Westen geht von hier aus keine Straße über die Berge. Schon wieder zurückfahren will ich auch nicht. Also nehme ich halt einen Umweg von zig km in Kauf.
Zum Abschluss gibt's dann noch ein Schmankerl: die kleineren Hwy 266 und 168, auf denen ich nach Westen komme, führen kurven- und steigungsreich über mehrere Pässe bis ca. 2000 m. Dort sind auch die Temperaturen wieder super angenehm. Hier oben gäbe es jede Menge wunderschöne Zeltplätzchen zwischen Kiefern. Aber ich habe den Blog noch nicht eingestellt, den ganzen Tag noch nichts gegessen und die Küchenkiste ist auch leer. So hoffe ich, in der nächsten größeren Ortschaft im Tal etwas Versorgung zu finden, was sich auch bewahrheitet. Der einzige Campingplatz den ich bei Dunkelheit noch finde ist allerdings nicht besonders schön, nur besonders teuer. An Service bietet er rein gar nichts - aber das muß ich halt nun in Kauf nehmen.

Dienstag, 24. September 2013

Kein besonders toller Tag...

    
      
...ist das heute.
Die Lisl baucht neue Gabelsimmerringe und einen Ölwechsel. Neue Schlappen sind auch fällig, aber damit möchte ich noch ein wenig warten. Außerdem möchte ich schauen, ob ich wegen der kaputten Helmkamera etwas unternehmen kann, im Internet habe ich einen Händler ausfindig gemacht.

 Eigentlich beginnt der Tag ganz gut - ein Straßenarbeiter unterhält sich am Morgen sehr nett mit mir über Motorradtouren und ist ganz neidisch auf mich. Er empfiehlt mir, einen kleinen Umweg durch die Berge und 2 Canons nach Vegas zu machen. Ja, das hat sich gelohnt - die haben hier ein hübsches Skigebiet (auf 2500 m Höhe)!
Zurück in Vegas lerne ich, daß mein Navi wohl die Hausnummern nicht richtig kennt und mich an's falsche Ende der richtigen Straße führt. So eine Straße führt immer unter dem gleichen Namen durch die ganze Stadt. Ich suche Hausnummer 6675 - nach einer knappen Stunde bin ich bei 6000 angekommen! Allerdings fahre ich dabei den gesamten Las Vegas Boulevard entlang und bekomme tatsächlich noch etwas von dem "echten" Las Vegas zu Gesicht. Schön angelegte Wasserspiele vor riesigen Hotels, Achterbahnen, eben alles, was man von Vegas so erwartet. Aber nicht mein Fall.

 Der gesuchte Elektronikmarkt bietet zwar Esatz für das defekte Batterieladegerät, aber keine Hilfe für die Helmkamera. Dafür gibt es für günstiges Geld eine andere Kamera - mal schauen, ob ich damit klar komme
Nächste Station ist der BMW-Händler, wieder eine andere Ecke der Stadt, aber genausoweit draußen. Sie haben offen, es stehen Motorräder dort und ich werde sofot freundlich bedient. Die bereits herausgesuchten Teilenummern helfen. Ja, Dichtringe haben sie, allerdings nicht die Staubschutzmanschette - aber die ist auch nicht ganz so wichtig. Leider ist das Lager Montags geschlossen. Schlüssel gibt's keinen, der Lagerist kennt die Kombination - aber der ist ja nicht da. Der Vizechef würde die Kombination auch kennen, der hat aber heute auch frei! Da war die ganze Odysee umsonst!
Dann wenigstens den Blog in's Internet stellen. Ja, WiFi haben sie bei dem Schnellimbiß - aber kein Internet. Da scheint "der Satellit nicht verfügbar" zu sein...

Es ist schon 13 Uhr, als ich praktisch unverrichteter Dinge Las Vegas Richtung Death Valley verlasse. In der dicksten Mittagshitze will ich aber dort nicht mittendrin sein. In Parhump versuche ich daher, um wenigstens noch einen kleinen Erfolg verzeichnen zu können, der Lisl frisches Motoröl zu verschaffen. Man schickt mich zum Reifenservice - die können zwar Öl wechseln, aber nicht bei Motorrädern und sie haben auch kein passendes Öl da. Immerhin darf ich die Werkstatt benutzen, um das schnell an der Tanke gekaufte Öl selbst zu wechseln. Ich checke nochmal das Getriebeöl, weil doch immer mehr heraustropft. Große Überraschung - zur Ölstandskontrollschraube läuft schätzungsweise 1/4 l dünnes Öl heraus! Da sollte gar nichts auslaufen! Wo kommt das alles her? Dünn? Na gut, ist ja auch sehr heiß. Riecht aber schon nach Getriebeöl. Muß ich wohl öfters mal nach dem Rechten schauen. Für's in-Anspruch-nehem der Werkstatt wird mir nichts berechnet - das gefällt mir!
Und der McDonalds nebenan hat sogar funktionierendes Internet. Die gute Nachricht ist, Scott kann die BMW-Teile morgen in LA bestellen - bis ich dort bin sind sie sicher vorhanden!

 Zurückgelegt habe ich heute 300 km, die eigentliche Entfernung sind jedoch nur 180 km. Tja, man kann schon richtig viel km fahren, in Vegas, um Vegas und um Vegas herum, ohne daß man irgendwie weiter kommt. Bis in's Todestal schaffen wir es heute nicht, dafür sind wir morgen früh hoffentlich vor der größten Hitze dort. Aber Wüste ist ja hier auch schon, allerdings flutgefährdet, was man an Schildern und Bachbetten erkennen kann. Die werde ich zum zelten tunlichst meiden! Also nehme ich bei Sonnenuntergang einen Ausweichplatz neben der Straße, der etwas erhöht liegt - unter mir sind sogar noch 3 Pfützen sichtbar. Jetzt aber schnell - Wüstenerfahrene wissen, wie schlagartig es dunkel wird.
Als ich dann im Zelt sitze und ein 5 W-Birnchen sein dürftiges Licht abgibt, fängt es an zu prazeln und rütteln, als ob es regnen würde. In der Wüste? Nein, das sind Motten und ähnliches Getier! Die sollen mal schön draußen bleiben; aber sie belagern mich fast wie Hitchcocks "Vögel".

Heute schmerzen Schultern, Genick und Kopf, an der Gashand löst sich schon die erste Schwielenschicht. Meine nagelneue Textil-Maßanzughose würde mittlerweile - wenn sie aus Leder wäre - wahrscheinlich von alleine stehen. Auch das ist eine Art, Andenken aus aller Welt zu sammeln! Und wenn ich die Hose zu Hause nicht noch auf Gürtelbetrieb umgerüstet hätte, würde ich sie vermutlich drei mal täglich verlieren.
Meinen Ortlieb-Eimer muß ich jetzt mal loben - den lerne ich immer mehr zu schätzen. Sehr gut beim Wasser holen z.B. aus dem Bach. Tagsüber verschwinden darin all die Dinge, die beim Einpacken keinen Platz mehr gefunden haben oder im Laufe des Tages noch hinzugekommen sind. Am Abend kann man - auch mit ganz wenig Wasser - prima die Füße (einer paßt grade rein) darin erfrischen! Dagegen kann ich Lisls Öltemperaturfühler überhaupt nicht loben! Dieser ist jetzt auch schon wieder kaputt - Kontakte abgebrochen. Also, was DIE Dinger kaputtgehen ist schon nicht mehr lustig!

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=cgthuucfzhdfemee

Montag, 23. September 2013

Las Vegas


 
Schon kurz nach 6 Uhr morgens bläst mich der Wind aus dem Schlafsack. So früh ist noch Ruhe auf dem Hwy. Aber schon bald hört man es wieder blubbern und röhren. Die Lisl paßt da nicht so ganz in's Bild, aber sie hält sich tapfer. Keine Angst, ich werde sie nicht eintauschen!
In Kingmann muss ich mich entscheiden: direkt Richtung Las Vegas, nochmal Richtung Grand Canon oder noch ein Stückchen auf der 66.
  • Geplant war Richtung Canon, aber davon hat man mir schon lange abgeraten. Es gibt dort den "skywalk" eine durchsichtige Plattform, die über die Canon-Kante hinausragt. Aber es kostet viel Eintritt und sehen tut man nicht viel, da kurz unterhalb der Plattform schon wieder ein Felsvorsprung ist. Ebenfalls dort oben liegt Meadview, eine kleine Ortschaft ohne irgendwas Besonderes. Also nein.
  • Direkt nach Vegas? Dann müßte ich auf den Freeway, also die Autobahn - auch keine Lust.
  • Also weiter (nach Süden) auf der 66. Ja, das macht mich an! Irgendwie möchte ich den Geist dieser Straße noch länger genießen, weiß auch nicht warum. Diese Harleyfahrer, die haben was...spitze Cowboystiefel, fingerlose Handschuhe, muscle-shirts, die die Tatoos auf den Armen sichtbar lassen, und langes wehendes Haar. Hier ist keine Helmpflicht und so sieht man die Haarpracht der oft ergrauten Herren im Wind flattern. Ob Bart- oder Haupthaar ist dabei kaum erkennbar. Die Mädels hintendrauf lassen ebenso ihre Zöpfe wehen. Ist einer der Typen nicht mehr mit Mähne ausgestattet, dann trägt er als Sonnenschutz ein unzerbrechliches Kopftuch. ...und ich komme mir schon cool vor, weil ich Sonnen- statt Motorradbrille trage und die Jacke ein paar Zentimeter offen lasse!
Die Strecke von Kingmann nach Oatman ist total anders als bisher. Die breite Asphaltstraße ist verschwunden, in schlecht ausgebessertem Zustand geht die Strecke durch die Mohave-Wüste. Durch Überschwemmungsgebiete (Sand auf der Straße) und dann serpentinenreich über einen kleinen Paß. Schlagartig ist auch die Vegetation anders geworden -verschiedene Kakteen oder Palmen wachsen verstreut zwischen den Steinen auf Sandgrund. Ich kenn die Pflanzen nicht, aber sie sehen einzigartig aus. Zwischendrin ein Meer an gelben Blümchen, die einen interessanten, süßlich-parfümierten Duft verströmen. Kein Harley-Fahrer begegent mir...
Erst in Oatman selbst sieht man sie wieder. Dieses Dorf lebt wieder im 66er-Stil - allerdings für Touristen hergerichtet. Überall Bars, Cafes, Andenkenläden und mittendrin laufen die Mulis über die Straße. Ich fahre im Schritttempo durch, um alles zu genießen, aber zum Anhalten ist es mir zu heiß.
Kurz hinter Oatman geht's jetzt aber tatsächlich Richtung Vegas, da komme ich um 4-spurige Straßen nicht mehr herum.
Auf dem Weg hält Bullhead City noch eine Überraschung bereit. Mitten in dieser Wüstenstadt werden plötzlich Jetski und Kajaks vermietet. Ich erhasche einen Blick auf einen Sandstrand und etwas Wasser. Ein großes Hotel, das aussieht wie ein Raddampfer, liegt am Fluß - immer noch oder schon wieder der Colorado. Und dann führt eine Brücke darüber - der Fluß ist hier glasklar, türkisblau und ziemlich breit. Anscheinend haben ihn die bis dahin durchflossenen Seen und Staustufen so verändert. Man sieht, wie die Menschen ihren Spaß im Wasser haben!
Weiter auf der vierspurigen Autobahn. Bei einem kurzen Fotostop auf dem Standstreifen bemerke ich auf einmal ein seltsames Gewimmel auf der Fahrbahn. Da krabbeln doch tatsächlich Millionen von Raupen über die Straße - keine Ahnung, woher die kommen und warum die ausgerechnet hier über die Straße wollen. Sie sind ziemlich schnell und überschlagen sich sogar manchmal, aber das hilft ihnen nichts. Sie lassen alle ihr Leben - die meisten schon auf der ersten Fahrspur. Jetzt kann ich auch die dunklen Streifen auf der Straße verstehen - Raupenmatsch!
Die Zeit läuft und bis ich in Vegas ankomme ist es 4 Uhr nachmittags - blöd, wenn man um diese Zeit eigentlich in der Wildnis nach einem Campingplatz suchen sollte. Trotzdem möchte ich herausfinden, was an Las Vegas so Besonderes sein soll. Die Lisl schwitzt im Schneckentempo durch die Straßen - jetzt am Sonntag Nachmittag ist zum Glück nicht viel Verkehr und so können wir uns gemütlich alles anschauen. Wir finden ein paar wenige Straßen, die nach Casinos aussehen, aber so richtig wie ich mir das vorgestellt habe, sieht das alles nicht aus. Lediglich eine Querstraße, die Fußgängerzone ist, sieht ein wenig interessanter aus, aber da können wir nicht anhalten. Ich stelle mir die Straßen bei Nacht und Neonlicht vor, aber umwerfender werden sie dadurch auch nicht.
"Drive thru"-Hochzeitskapellen finde ich allerdings schon. Auch mit den ellenlangen Stretchlimousinen davor. Leider sitzt mein Millionär da nicht drin - dann brauch ich auch keine quick&dirty-Hochzeit.
Auf dem Weg hinaus finden sich noch ein paar noblere Etablissements im neueren Stil - aber auch das beeindruckt mich nicht wirklich. Na ja, man muß halt mal dagewesen sein. Wird abgehakt.
Übrigens, was auf diesem Kontinent bisher extrem auffällt - es liegt so gut wie kein Müll herum! Weder neben den Straßen, noch an Rastplätzen oder in Städten. Ganz selten mal sieht man eine einzelne Flasche, Dose oder Tüte herumliegen. Ok, gut, sie drohen hier ja auch Strafen bis zu 2000 $ an - aber trotzdem: alle Achtung!!!

Sonntag, 22. September 2013

Grand Canon

Keine Bilder? Nein, keine Bilder! Bilder vom Grand Canon kennt jeder und es gibt so viel bessere Aufnahmen als meine. Außerdem finde ich, daß kein Bild das wiedergeben kann, was den Grand Canon ausmacht. Diese Größe, Weite, Gewalt - die muß man spüren! Die kann man kaum beschreiben oder fotografieren.
Schließt die Augen, stellt Euch die heiße Sonne auf der Haut und ein laues Lüftchen im Gesicht vor. Ihr steht unter einer Kiefer auf einem Felsvorsprung. Vor Euren Füßen ist erstmal nichts! In der Ferne kann man den Colorado erkennen, ein ziemlich dürftiger Fluss mit braun-trübem Wasser. Die Kanten des Canons sind steil, oft senkrecht abfallend oder sogar mit Felsüberhängen versehen. Die Nordseite verschwindet fast im Dunst, man kann sie eigentlich nur ahnen. Dazwischen stehen kreisrunde Felsenkegel wie Halmafiguren über das ganze Tal verstreut. Sie haben unterschiedliche Größen und Formen. Oft steht ein Felskopf auf einem kegeligen Fuß aus Geröll und Steinen, oder ein felsiger Unterbau wird terassenförmig immer breiter, andere Figuren haben scharfe Kanten oder Krater. Manche dieser "Hügel" sind begrünt, andere haben ein kleines Plateau. Dazwischen kann man immer wieder mal den Colorado erspähen. Und jetzt stellt Euch vor, wie lange dieses kleine Flüßchen wohl gebraucht hat, um so einen Landschaft zu formen - und vor allem, wie viele verschiedene Wege es in dieser Zeit eingeschlagen haben muß! Und wie wahnsinnig tief dieser Graben ist!

In Klein-Susis Welt paßt der Grand Canon zeitlich genau in die Mitte zwischen White Canon und Monument Valley - es zeigt den Zustand der Landschaft in den "paar Tagen" zwischen Bach-hat-eine-schmale-Schlucht-gegraben und auf-der-Ebene-sind-noch-Felsreste-übrig.

Von Osten kommend fahre ich auf der "south rim" den Canon entlang. Es gibt immer wieder Aussichtspunkte, von denen man Fotos schießen oder einfach nur die Größe des Tals auf sich wirken lassen kann. Obwohl ich ziemlich früh dran bin, sind schon jede Menge Touristen unterwegs. Am Visitors Center angekommen, erschließt sich das ganze Ausmaß: tausende von belegten Parkplätzen, Unmengen von Touristenbussen, lange Schlangen vor allen Schaltern und Einrichtungen. Kein Wunder, das restliche Land ist so menschenleer - hier treten sich dafür alle tot. Es gibt eine "Stadt", die eigentlich nur aus Hotels und Supermarkt besteht. Hier sollen die Besucher wohnen und den Nationalpark erwandern, erradeln oder mit dem Bus erfahren. Es wirkt so künstlich und aufgesetzt, so vermarktet.
Und dabei ist's hier noch nicht mal so schön, wie z.B. im White Canon, den ich schon erfahren habe.

Route 66

In Williams stoße ich auf die historische Route 66. Das ist kaum zu übersehen, denn der ganze Ort ist darauf getrimmt. An jedem Restaruant, Cafe oder Geschäft prangt das "66"-Schild, die Häuser sind im Westernstil gehalten und an jeder Ecke stehen Oldtimer. Auf dem Hwy selbst ist nichts Besonderes zu erkennen. Die Straße führt kerzengerade durch grüne Ebenen. Ja, hier haben sicher früher Büffel gegrast - allerdings mußten die gute Zähne haben, denn das Gras ist schon sehr trocken und hart. Heute sind die Ebenen eingezäunt und lassen keinen Zugang frei. Direkt neben der Straße verläuft die Bahnlinie, auf der die kilometerlangen Züge dahinziehen. Heute sind sie allerdings nicht mit klassischen Güterwaggons und Dampflok unterwegs, sondern mit 4 Dieselloks und hunderten Containerwaggons. Die wenigen Orte, Raststätten oder Handlesposten entlang der Straße spiegeln die 60er Jahre wieder, inklusive jeder Menge Oldtimer und entsprechender Country-Musik. Selbstverständlich dürfen die Harleyfahrer nicht fehlen - sie sind alleine oder in Gruppen jeder Größe unterwegs.
Mein Zelt steht heute direkt neben der Route 66 - hat was... allerdings auf einer kleinen Böschung und von der Straße nur aus der Ferne erkennbar. Ich sitze sozusagen am Straßenrand und boebachte, nein belausche den Verkehr. Es sind tolle sonore Motorradklänge dabei! Und oft genug laute Musik aus den Boxen der Harleys! Auf der anderen Straßenseite erhebt sich ein kleiner Hügel, hinter dem im 10-min-Takt die ewiglangen Züge entlanggrollen. 

Samstag, 21. September 2013

Monument Valley

Gänsehals
Welcher Finger ist das wohl???
Mexican Hat


Kollegen und Chefs - bitte mal kurz wegschauen...
Arbeit macht krank! Jetzt bin ich sicher. Seit ich unterwegs bin, befreit sich mein Kopf, ich habe ein paar Gramm abgenommen und mein Körper fühlt sich wohl. Der Pseudo-Hunger aus dem Büro ist verschwunden! Die Beine finden Ihren Weg zum Einstieg auf die Lisl immer leichter. Ich muß nicht kämpfen, muß nichts und niemand was beweisen. Muß nicht um Rangordnung, einen guten Büroplatz, Anerkennung oder kleine Vorteile fechten. Bin einfach nur da, tue was ich mir vorgenommen habe und genieße die Schönheiten dieser Welt - ganz besonders die unbekannten Naturwunder! Den Wind und das Wetter...  

Zu den bekannteren Naturwundern - so stellt sich Klein-Susi die Weltgeschichte vor: gestern bin ich von den Ebenen hinabgefahren auf den Grund eines Canons. Das Wasser gräbt sich dort durch die Felsen seinen Weg. Wenn man ihm noch ein paar Tage Zeit läßt, hat es soviel Felsen gefressen, daß das Bachbett ganz ganz breit wird - wie eine Ebene. Und dann bleiben nur noch ein paar wenige harte Felsnüsse übrig, die das Flüsslein nicht geknackt hat - so sieht dann ein Monument Valley aus! 

Monument Valley. Kann abgehakt werden. Ist erobert, kommt auf die Beuteliste. Einen 4-Meilen-Abstecher zum Besucherzentrum hat sich dann doch nicht gelohnt - 100 m vor dem riesigen Flachbau  mit hunderten von Bussen davor wollten sie schon 5 $ Eintritt kassieren. Vermutlich hätte es dort überteuertes Essen und Trinken, sowie jede Menge Andenken gegeben. Vielleicht auch eine Ausstellung mit vielen Erklärungstafeln über Geologie, Fauna und Flora. Auf jeden Fall (vermutlich extra zu bezahlen) hätte man eine geführte Tour machen können, bei der man mit 50 Touristen zusammengepfercht in einem offenen Bus noch ein paar hunder Meter näher an die ohnehin schon von allen Seiten fotografierten Felsen gekarrt worden wäre. Nein danke! Nicht mit mir. 

Die "Coyote Butts" hätte ich noch auf dem Programm. Werden gestrichen. Wäre ein weiterer Zick-zack-Schlenker von vermutlich wieder 3 oder 4 Tagen. Und außerdem ist die Rundtour gesperrt - da hat es letzte Woche die Straße komplett weggespült. Gute Ausrede... 

Wir haben's heute immer noch nicht bis zum Grand Canon geschafft, von dem mein Luxus-Dreibein-Stühlchen seinen Namen hat! Ist doch alles verdammt weit auseinander - und die Meilenangaben führen mich immer wieder in die Irre. Außerdem sind wir heute sehr spät gestartet, da die Befestigung von Lisls Namens-Windschild doch ein wenig knifflig war. Dafür ist auch der gestrige Blog schon erledigt. 

Wer (außer Mutz) würde mich nicht um dieses geniale Schlafplätzchen beneiden? Wenige km vor Beginn des Grand Canon Nationaparks finde ich ein ebenes Plätzchen an der Kante eines Canons - ist zwar (noch) nicht der "Grand", aber einer der vielen Nebencanons, die sicher nicht minder schön sind. Noch scheint die Abendsonne knapp über den Berg hinter mir und erzeugt ein wunderbares Licht- und Schattenspiel an den Wänden  der Schlucht. 
Gut, der Hwy ist nur 200 m hinter mir, aber gestern hat er für 15 $ praktisch durch mein Zelt geführt. Und auf diesem hier ist kein gewerblicher Verkehr zugelassen, also keine donnernden Trucks. Und der PKW-Verkehr hört in der Nacht auf, da bin ich mir sicher. Übrigens, die Info, in den Staaten wäre wild campen streng verboten und die Polizei würde einen zu einem offiziellen Campingplatz eskortieren, scheint ein Gerücht zu sein. Bis jetzt wollte noch nie (außer IM Nationalpark) jemand was von mir. 

Ach ja, seit 3 Tagen schlafe ich wieder weich. Die neue Isomatte hat 2 Nachteile: sie braucht zusammengerollt doppelt so viel Platz wie die alte und sie hat eine rutschige Oberfläche. Aber sie ist (noch) dicht!!!!

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=elspiwcioxfdtccg