Mittwoch, 28. August 2013

British Columbia!

Ihr wollt sehen, wie's mir geht? Na prima natürlich!
Ja, es ist wirklich so, wie man es aus den vielen Hochglanz-Bildbänden kennt! Und man braucht die tollen Aus- und Ansichten gar nicht zu suchen. Die Lisl und ich erfahren sie uns - sie laufen uns quasi einfach über den Weg. Und nicht nur der tollen Landschaft mit Bergen, kurvig(er)en Straßen, Seen, Sümpfen, Bächen jeder Größenordnung und natürlich jeder Menge Wald, nein auch den Tieren kann man kaum entkommen. Abgesehen von den vielen Eichhörnchen und Mäusen haben sich heut am Wegesrand 3 Schwarzbären getummelt. Und ein frecher Fuchs saß einfach so mitten auf der Straße und erst als ich gewendet und angehalten hab, hat er sich langsam getrollt. So gemütlich die Tiere uns auch nehmen, bis der Foto startklar ist halten sie nicht aus.
Aber von vorn - da gibt es noch mehr zu erzählen:
Alles klar - dachte ich heute morgen noch. Aber das lag wohl eher daran, daß ich meiner Motorradbrille eine neue Scheibe gegönnt habe. Immerhin konnte ich im Freien frühstücken und das Zelt fast trocken einpacken.
Leider bin ich nicht weit gekommen - an einer Brückenbaustelle bin ich gestrandet. Es ließ sich einfach kein Gang mehr einlegen. Absteigen und nach dem Rechten schauen - der Schalthebel scheint verbogen zu sein. Aber die Lisl ist ja noch gar nicht umgefallen, also kann er auch nicht verbogen sein? Kaum fasse ich ihn an, schon habe ich ihn in der Hand - abgebrochen! Total! Was jetzt? Brückenbauer haben doch sicher ein Schweißgerät? Ja, sie wollen es versuchen. Also ausbauen und wieder hin zu den Jungs - der Schweißer behauptet aber, sein Schweißgerät wäre viel zu stark und würde alles nur verbrennen. Nach einigem Hin und Her hat der Vorbarbeiter einem Kollegen aufgetragen, das Teil zu schweißen. 1 h hat's gedauert - dann war aus zwei wieder eins. Aber so einfach ist es dann doch nicht. Überflüssige Schweißpunkte entfernen. Und dann paßt der Bolzen nicht mehr in die Lagerbuchse - hat sich beim Schweißen wohl verzogen... 1 h bin ich mit Schleifpapier zu Gange - dann dreht sich's wieder. Zusammenbauen. Geht! Wenn das so weitergeht...mit den Pannen?! Ich bin doch erst am Anfang! Bei meinen bisherigen Touren wäre jetzt Halbzeit, da könnte man mit Blessuren ja noch bis nach Hause kommen.
Übrigens, beide defekten Teile sind von der Biene. Ob das nach der Transplantation eine Abstoßungsreaktion der Lisl ist???
2,5 h hat mich der Spaß aufgehalten. Zum Glück war's immer sonnig. Daher hab ich auch die Regenklamotten ausgezogen - das war nicht schlau, denn schon nach 10 min Fahrt fängt es wieder an. Aber jetzt wird alles regendicht gemacht!
Jade City ist EIN Andenkenladen! Dort findet man anscheinend jede Menge Jade, denn vor dem Haus wird der Stein gesägt und drinnen findet man tausenderlei Sachen aus Jade - teilweise auch aus anderen Steinen. Die Station hat wirklich Herz! Ich bekommen sofort alles mögliche angeboten - vom Waschraum bis zum gratis Kaffee. Weil ich keinen Kaffee mag, gibt es auch einen herrlichen Instant-Apfeltee. Und Internet! Auch das darf ich stundenlang gratis nutzen. Ständig kommen Reisende herein, die genauso nett begrüßt werden. Man hält jede Menge Schwätzchen - unter anderem sind 3 Holländer mit Bikes auf der Durchreise nach Norden. Und einige Radfahrer. Und ein deutsches Pärchen mit Camper, die ich gestern in Watson Lake belauscht hab, als sie nach einer Werkstatt gefragt haben. Wenn keine Gäste da sind, wird gearbeitet und geräumt. Als die Angestellte putzen will, fragt sie mich sogar um Erlaubnis, ob es mich nicht stört - Wahnsinn. Aber nicht nur die Menschen, auch der Laden selbst ist herrlich - Blockhaus mit verputzen Elementen, ein 70 Jahre altes Radio, jede Menge Figuren und Skulpturen, eine (echte) Katze zwischendrin...einfach heimelig.
Nach einem kräftigen Regenschauer, der das Internet weggewaschen hat, haben wir und dann noch etwas Britsch Columbia erfahren, bis wir einen schönen Platz am See gefunden haben. Nebenan steht ein großer Camper - die Männer sind zum Fischen da und es stört sie nicht, wenn ich mich dazustelle.
Ach ja, heute ist es windig und vielleicht schüttet es nicht die ganze Nacht, da ist die richtige Zeit zum Wäsche waschen.

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Dienstag, 27. August 2013

Ein langer Tag

...war das - so lang, daß fast ein bischen "übermorgen" geworden ist. Ab mittags kam nämlich die Sonne raus! 367 km hab ich zurückgelegt bis Watson Lake. Dazwischen war rein gar nichts außer Straße. Und die war geschottert. In 5 h sind mir nur 11 Autos und 6 Trucks begegnet. 3 "Baustellen" habe ich passiert. Ach - und einen Bären habe ich gesehen, bzw. die Ohren im Gebüsch am Straßenrand. Als ich näherkam ist er im Wald verschwunden und ich konnte nur noch die Zweige zittern sehen.
Überhaupt habe ich eigentlich nicht viel gesehen und auch die Sonne kaum genossen, denn es gab 2 Hinderungsgründe.
Die Straße, die ich gestern noch gemütlich mit 70 km/h befahren konnte, war heute gespickt mit Schlaglöchern - eigentlich hat es sich gar nicht gelohnt, auszuweichen. Dazwischen waren größere Steine versteckt, manchmal war die Plage und tiefem Sand und Split versteckt und vielerorts gabs Waschbrett vom Feinsten. Gelegentlich war der Untergrund so schwierig, daß sich die Lisl gar nicht mehr vernünftig dirigieren ließ. Also - Augen auf die Straße!
Das Einzige, woran ich sonst noch denken konnte, waren Lisl Wehwehchen - sie hat es mir nachgemacht und Zahnschmerzen bekommen. Am Hinterradantrieb hat sie ganz ordentlich Öl verloren. Ob wohl noch genügend drin ist zum Weiterfahren? Wo kann ich wohl den Simmerring wechseln? Wie aufwändig wird die Geschichte sein? In Watson Lake hat mich der Sdhilderwald mit weit über 75.000 Schildern daher nur kurz interessiert, danach habe ich eine Werkstatt gesucht. Hinterrad raus. Ach, momentan trielt die Lisl ja gar nicht...? Ja, der Simmerring ist undicht aber es scheint nicht so viel Öl auszulaufen, daß die Bremstrommel verölt ist - schon mal gut. Ölstand? Ja, ist gesunken, aber noch genügend drin. An 3 Tankstellen bzw. Werkstätten bekomme ich hier nirgends Getriebeöl! Da muss es wohl bis Vancouver auch so funktionieren.
Die ganze Lisl ist dick verkrustet mit Schlamm und die Entlüftung des Endantriebs ebenso. Vielleicht drückt das Öl ja nicht mehr an der falschen Stelle raus, wenn die Entlüftung wieder frei ist?
Jetzt ist nochmal Zeit für das Touristenzentrum und ein paar Infos bzw. Internet. Ja, das gibt es - 1/2 h frei - im Sportzentrum. Leider funktioniert die Anmeldung dort nicht.
Das Wetter? Morgen soll es hier und nach Süden wieder regnen, im Norden, wo ich herkomme, scheint jetzt und die ganze Woche die Sonne! Regenmacherin.
Internet gibt es nur noch auf einem Campingplatz 20 km außerhalb - aber dort bekommt man nur 1 h und darf keine Bilder oder sonstiges hochladen und auch nicht skypen - also nix. Außerdem ist der Platz potthäßlich und direkt an der Straße - dann eben zurück nach Watson Lake und dort auf den öffentlichen Campingplatz. Der hat zwar nichts außer einem Tischchen, aber er ist wenigstens sehr schön im Wald gelegen.
Heiße Quellen - die soll es hier geben. Sie liegen östlich, mein Weg führt nach Süden. Allerdings bin ich immer für so etwas zu haben. Nur 260 km einfacher Weg - das fällt leider nicht mehr in's Budget.

Montag, 26. August 2013

Bill Gates am Hooper Creek

 

"Willkommen" heißt mich mein Laptop. Empfang gibt es hier draußen natürlich nicht - aber Windows.
Ich wollte die Gegend um Faro doch noch etwas erkunden, zumal das Zelt vom morgendlichen Regen noch naß war. So habe ich was für die Kondition getan und bin zum Van Gorder Wasserfall aufgebrochen - ein Stündchen war ich unterwegs. Danach hab ich den Zeltplatz aufgeräumt, das Internet bedient, Wasser aufgefüllt und mich noch etwas herumgetrieben. Bin ins Gespräch gekommen mit 2 abenteuerlichen Österreichern mit vogelwilden Bärten (gegen die Mücken), die hier den Sommer über nach Gold schürfen. 10 $ kostet ein Claim pro Jahr und dafür muss man für 200 $ Arbeit investieren, das entspricht 5 Kubik Erde bewegen. Sie machen das von Hand und genießen die Freiheit in einem Wohnwagen. Man braucht nicht viel zum Leben - und 5 Unzen Gold haben sie schon gefunden - das genügt. Und: der allgemeine Wetterbericht gilt auch hier - übermorgen scheint die Sonne.
Mit der bepackten Lisl mache ich noch einen Abstecher zum Blind Creek, dort haben bis vor Kurzem die Lachse gelaicht und vielleicht treibt sich ja noch ein Bär herum. Bären sehe ich zwar keine, aber ich treffe einen lustigen Opa mit seinen Enkelinnen in einem kleinen Lieferwagen - der Hund sitzt auf der Pritsche. Er gibt mir Tips für die weitere Route und erklärt mir, warum die Häuser in Faro so schäbig sind - vor ca. 30 Jahren ist die ganze Stadt abgebrannt und da mussten die Häuser ganz schnell wieder aufgebaut werden.
Bis ich auf der Hauptstraße zurück bin ist es schon 15:30 Uhr - wenn das so weitergeht....
Nach ca. 60 km gibt es eine Tankstelle, allerdings muss man nach Ross River auch 10 km von der Straße abzweigen. Allerdings kommt dann keine Versorgungsmöglichkeit mehr bis Watson Lake, was noch über 300 km sind. Ross River besteht aus einem Flughafen, einem riesigen Tank mit dazugehörigem "General store". Als ich fertig getankt habe stelle ich die Lisl etwas abseits, so daß der nächste an die Zapfsäule kann. - das ist ein Truck. Die Fahrerin steigt kurz aus, um zu sehen, ob sie die Lisl platt gemacht hat - so groß ist die Zugmaschine. Ich komme mir vor wie eine Ameise.
Etwa 100 km fahre ich noch, bis kurz nach sechs. Die Schotterstraße fährt sich gut, mit 70 km/h geht es ganz gemütlich. Ab und zu komme ich um ein paar Schlaglöcher nicht drum herum und die Lisl bekommt wieder einen Schlammschwall ab. Allerdings ist es heute wenigstens von oben (fast) trocken.
Kurz vor einer Brücke über den Hooper Creek hätte ich fast eine Einfahrt übersehen. Zuerst findet sich dahinter eine kleine Wendeplatte, evt. ein Übernachtungsplatz für Trucks. Weiter unten führt der Weg bis fast ans Wasser - hier fließt der Hooper Creek in den Pelly River. Ein phantastisches Plätzchen mit Flusszugang und Feuerstelle.

Sonntag, 25. August 2013

Kanada - mein Jugendtraum!


Wie die Umstände einen doch beeinflussen! Tagsüber spechte ich nach Bären und bin enttäuscht, wenn ich keinen erwische, nachts liege ich wach, lausche und bin sehr froh, wenn mich keiner erwischt. Als Bär würde ich sicher auch lieber nachts durch den Wald streunen statt tags auf der Autobahn zu spazieren.
Ich habe mich gestern wohl richtig entschieden, das Zelt ist über Nacht in der Hütte getrocknet. Ich konnte noch ein Feuer im Ofen entfachen und habe dann meine Schlaflager dahinter verlegt - es war kuschelig warm und das Knistern des brennenden Holzes war herrlich. Immerhin ist die Temperatur inb der Nacht auf 6 Grad gesunken. Was heißt gesunken - tags hat es auch nicht viel mehr; na ja immerhin 10-13 Grad.
Das Wetter kommt von Nordwesten und zieht mit der gleichen Geschwindigkeit wie ich, d.h. die Wolken bleiben mir treu.
Bei Pelly Crossing gibt es eine Versorgungsstation für alles - die Lisl bekommt "Totem Oil", ich ein paar Nudeln, Chips und einen gratis Kakao. Ich hab zwar nicht ganz verstanden warum, aber er hat besonders gut geschmeckt. Da kommt doch glatt ein Tandem angeradelt - ein Pärchen in meiner Altersklasse, Engländer, die von Whitehorse her kommen. Sie wollen noch über den Top of the World Hwy. Am Tag schaffen sie so etwa 60 km. Es sieht zu lustig aus, wie die Mutti hinten drauf thront und mitradeln muß. Wir wechseln ein paar nette Worte und dann stürze ich mich wieder in die Fluten. Etwas weiter lohnt ein kurzer Stop für ein Foto auf den Yukon. Und schon wieder werde ich angesprochen...Erich (70) aus Vaihingen/Enz begrüßt mich. Mir schwätzet a bisle schwäbisch ond genieße des. Er hat eine Schreinerei bei Vancouver aber den Dialekt kein bischen verloren. Er freut sich so sehr über das Treffen, daß er unbedingt ein Foto mit mir und der Lisl haben möchte - sein Kumpel, der ihn gerade aus der Heimat besucht, natürlich auch!
In Carmacks oder Carcrossing (was von Caribou crossing kommt) muss ich mich entscheiden, ob ich über Whitehorse fahren will oder die Nebenstraße nach Watson Lake einschlage. Ich hab - wie meist - Lust auf Nebenstraße. Bis Faro soll sie asphaltiert sein, dann nicht mehr.
Genau so weit fahre ich heute auch - bis Faro, dem "bestgehüteten Geheimnis des Yukon". Die Ortschaft liegt 10 km abseits der Straße, aber aus Langeweile fahr ich einfach mal hin. Vor dem Ort ist ein öffentlicher Campingplatz (Einheitspreis 12 $ mit Plumpsklo, Bänkchen pro Zeltplatz und Feuerholz). Er liegt sehr schön direkt am See und theoretisch könnte ich mein Zelt sogar am Strand aufschlagen, obwohl dort nur "day use" zulässig ist. Aber die Ranger sind da und kündigen umfangreiche Holzfällarbeiten an, d.h. viel Lärm. Also weiter bis zum Ort, zurückkommen kann ich ja immer noch.
Das Touristenbüro erreiche ich grade mal wieder 10 min vor Schließung. Die Dame erklärt mir, was es hier zu sehen gibt und daß der Campingplatz direkt gegenüber nur 8 $ kostet. Und das inklusive heißer Dusche - das ist die ja schon alleine wert! Hier hat es seit Mittag nicht mehr geregnet und für morgen ist 40% Regenwahrscheinlichkeit angesagt, was auch immer das heißen mag. Zahlen kann ich auch erst morgen früh, wenn ich möchte; dann bekomme ich auch noch einen Kaffee, Tee oder Kakao. Sie hat einen leichten Akzent - auf meine Frage, woher sie stamme antwortet sie "aus Deutschland - Bayrischer Wald". Und drum herum gibt's plötzlich noch eine ganze Menge Deutsche. Einige wohnen ganz hier, andere nur im Sommer. Eine kurze Rundfahrt durch das Dorf zeigt mir bewohnbare und nicht mehr bewohnbare Häuser. Alle sind Bretterbauten mit einfachen Fenstern und wirken ziemlich zugig. Außerdem sind die Häuser relativ dicht aneinander gebaut - ganz anders als ich das von Alaska her kenne. Richtig attraktiv sieht das hier nicht aus.
Eine heiße Dusche und danach Nudeln mit Tomatensoße und Käse!!! Geht's mir so gut! Wer braucht schon Internet oder Handy...
Die Landschaft hier ist sicherlich herrlich - wenn man sie sehen könnte. Ein paar Schnappschüsse konnte ich dennoch landen. Es gibt tolle Ausblicke auf Flüsse und Seen und langsam beginnen auch ein paar Berge. Aber direkt neben der Straße ist einfach nur Urwald. Eigentlich schon so, wie ich mir das als Kind erträumt habe. Da ich mich aber im Laufe meines Lebens nicht zum "Gehmenschen" entwickelt habe, ist das Trapperleben hier wohl doch nichts (mehr) für mich.

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Samstag, 24. August 2013

Dawson


 
Am Morgen, so gegen 5 Uhr hat es wieder angefangen zu regnen. Die Plätze für Zelte sind meist unter Bäumen, wo zwar der Boden schön weich ist, aber auch nach Ende des Regens weiterhin Wasser von den Bäumen tropft. So weiß man nie genau, wann es Zeit ist aufzubrechen. Nachdem es aber Bindfäden regnet und draußen alles grau in grau ist, beschließe ich, heute einfach so lange im Zelt zu bleiben, bis der Regen aufhört. In der Zwischenzeit studiere ich intensiv die Hinweise zum Verhalten in der Wildnis, besonders bei Begegnungen mit Bären. Hoffentlich muss ich die nie anwenden! Gegen Mittag halte ich es nicht mehr aus und packe trotz strömendem Regen zusammen. Das Überzelt kommt in einen Eimer, damit das Wasser nicht überall herumläuft - hilft allerdings wenig. Um 13 Uhr gehts dann tatsächlich los - ob sich das überhaupt lohnt?
Zuerst fahre ich nochmal zurück nach Dawson City. Eigentlich wollte ich dort einiges anschauen. Die Straßen sind ein einziger Schlamm und meine Regenklamotten sind steif und warm. So schlittere ich einfach alle Straßen im Schritttempo ab und schaue mir die Häuser an. Kaum etwas wurde renoviert oder modernisiert. Läden und Hotels sind fast noch im Originalzustand - das hat Flair. Ich glaube, hier könnte man schon ein paar Tage aushalten.
Ich suche Internet. Auf dem Campingplatz hätte es angeblich welches geben sollen. Aber den billigeren Campingplatz habe ich gestern verschmäht, weil das Internet nur für die Wohnmobile verfügbar gewesen wäre. Beim teureren Platz, auf dem ich genächtigt habe, war gestern abend das Büro schon geschlossen, so konnte ich nix bezahlen und auch kein Internet anmelden. An der Tankstelle empfhiehlt man mir das Down Town Hotel. In der Bar frage ich nach, aber die schicken mich zum College. Die Bar ist ja heiß - duster, düstere Gesalten mit Bärten bis zur Brust, ein Billardtisch... Mit dem Bart dauert es bei mir sicher noch ein paar Jahre, aber bei der wilden Frisur kann ich schon mithalten.
Das College hat geschlossen. Ich finde aber ein Netz des Midnight Hotels. Auf Nachfrage verkaufen sie mir für 7 $ ein Tagesticket. Die Bar ist mir zu düster und so setze ich mich in der Lobby auf ein ausgeleiertes Sofa. Endlich kann ich wieder einen Blog hochladen! Die Dame am Tresen erklärt mir, daß sie zwar Glasfaserinternet haben (also schnell und wettersicher), aber nur einen Anbieter und der zockt die Leute halt ab. Trotzdem funktionieren meine Mails nur rein, nicht raus.
Als ich endlich zurück on the road bin, ist es schon 16 Uhr. Na ja, ein paar Kilometer kann ich schon noch schruppen (Gruß an den Hasenfußmopedfahrer). Halt, stopp - die Dredge #4 muß ich mir schon noch anschauen. Das ist Nordamerikas größte schwimmende (ehemals) Goldwaschmaschine. Das ganze Gebilde ist - ohne Schwimmer - mindestens 8 Stockwerke hoch!
Kurz hinter Dawson ist Baustelle - eigentlich muss man sagen, daß es einfach keine Asphaltstraße mehr gibt. Nur haufenweise frisch aufgeschütteten groben Split uaf dunklem sandigem Boden. Dazu die nötige Menge Wasser - das ist ein Spaß! Die Lisl sieht aus wie eine Wildsau nach dem Suhlen.
Den Tombstone-Nationalpark schenke ich mir, die Straße dorthin ist defrinitiv eine dirt road und die Wolken hängen so niedrig, daß man von der schönen Landschaft nichts sehen kann - schade. Nach etwa 100 km gibt es einen "Rastplatz" - eine geräumige Ausweichstelle mit Klohäuschen. Die nächsten sind in 87 km angekündigt. Dazwischen gibt es nichts! Übrigens ist es auch trotz meines großen Benzinfasses angesagt, jede Tankmöglichkeit zu nutzen. Auf der Strecke zwischen Tok am Ende von Alaska und Dawson am Beginn von Kanada gab es keinerlei Versorgungsmöglichkeit; das dürften gut 300 km gewesen sein.
Am Moose Creek schaue ich mir den staatlichen Campingplatz an und bleibe dort. Er ist riesig und außer mir campt nur am anderen Ende noch 1 Auto. Ich finde eine große offene Hütte, die als Aufenthaltsplatz für Gruppen gedacht ist. Natürlich darf man nicht darinnen zelten...aber es ist ja keiner da und das Zelt ist so patschnass, daß ich wenigstens versuche, es darin zu trocknen. Ich selbst werde auf dem Fußboden schlafen - brrr.

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Freitag, 23. August 2013

Natur und Technik

  

Heute mittag habe ich noch geglaubt, es gäbe nichts zu erzählen und habe mir ein paar allgemeine Dinge zurechtgelegt. Am späten Nachmittag hatte ich so viele Gedanken im Kopf, daß ich sie sofort hätte diktieren müssen - und jetzt, nachdem das Zelt steht und das Abendessen vorbei ist, habe ich schon wieder alles vergessen....
Zuerst zur Technik:
Abenteuerurlaub und Elektrik, das passt nicht ganz zusammen. Ständig wollen irgendwelche Geräte geladen werden, Kamera, Foto, Handy, Laptop...nachts soll das Zelt beleuchtet sein und für alles wird die Lisl gemolken. Kriseln tuts aber an den Ladekabeln - es sind zwar lauter verschiedene Kabel und Anschlüsse, aber bei allen scheint der Stecker für die 12 V-Steckdose das kritische Teil zu sein. Kein Kabel, das keinen Wackler hat!
Meiner mechanischen Technik, der Lisl selbst, scheint der Wildnissprit sehr gut zu schmecken, sie säuft etwa 1 l mehr als sonst. Na gut, sie muss ja auch fast 400 kg schleppen und ich gönne ihr nur den billigen 87-Oktan-Fusel.
Auf dem Taylor Hwy geht es Richtung NO nach Kanada - Ziel ist heute Dawson City. Die Straße wird jetzt interessanter, sie hat manchmal sogar schöne Kürvlein. Ich darf trotzdem nicht übermütig werden, denn jederzeit kann hier unangekündigt Rollsplit auf der Straße liegen oder ein ganzer Schotterabschnitt beginnen. Und dann treffe ich Rentiere - aber die sind hier ja schwarz! Oder muss man politisch korrekt sagen "maximal pigmentiert"?
In Chicken halte ich an einem Goldgräbercamp still und bestaune die stillgelegte Fördermaschine. Auf modern funktioniert Goldsuche anders: man läßt Touristen für Geld Gold waschen, bewirtet sie fürstlich und verkauft ihnen für teures Geld goldige Andenken. Ich bestelle mir eine Goldgäber-Tagessuppe. Sie wird serviert auf einem (nachgemachten) Zeitungsblatt von 1903 - von Hawai! 15 min freiese Internet sind inklusive. Das sollte reichen, den gestrigen Blog hochzuladen. Fehlanzeige. Das Internet läuft hier über Mobilfunknetz und das ist wetterabhängig. Auch für 2 $ Verlängerung kann daran leider nichts ändern. Ein Blick nach draußen erklärt die Sache: Wind und Regen haben das Internet gelöscht. Nochb regenet es nicht, aber von Westen eilen rabenschwarze Wolken heran. Komm Lisl, wir geben Fersengeld! Insbesondere als die Wirtin uns mit auf den Weg gibt, die Straße nach Dawson könne bei Regen ganz schön glitschig werden. Wie wahr - ab hier fahren wir nur "dirt road". Die Lisl lässt trotzdem die Reifen wirbeln; wir lassen uns kaum Zeit zum genießen oder fotografieren. Bislang haben uns die Wolken noch nicht eingeholt, aber sie sitzen uns knapp im Nacken.
Die Grenze nach Kanada liegt auf etwa 1300 m - ab jetzt sind wir on "top of the world"...zumindest nennt sich der Highway bis Dawson so. Im Grenzhäuschen wartet eine einsamer attraktiver bärtiger Zöllner auf Kundschaft. Außer den üblichen Fragen nach Alkohol, Drogen oder Waffen will er nur wissen, ob ich in Kanada etwas verkaufen wollte. Nein, ich brauche alles. Er ist sich sicher, daß wir bei flotter Fahrweise trocken bleiben. Keine weiteren Papiere oder Untersuchungen und schon geht's weiter. Auf ca. 1200 m verläuft die Straße (weiterhin ordentlich geschottert) über die Berge - wirklich top. Macht richtig Laune. Und die Regenwolken scheinen an der Grenze hängengeblieben zu sein - vermutlich waren sie alkoholgetränkt.
Um nach Dawson zu kommen, muss man mit einer staatlichen Fähre (gratis) den Yukon überqueren. Ein stattlicher Fluß! Im Besucherzentrum stelle ich fest, daß ich kurz vor Torschluß noch hereingekommen bin. Um 8 Uhr abends ist Schluss - und wir haben jetzt 1 h Zeitverschiebung nach hinten. Die Häuser sind meist noch im Originalzustand - ein tolles Flair. Nur gelegentlich sind neue Schilder angebracht, z.B. an der Bank, an der ich jetzt kanadische Dollar erstehen kann. Schließlich kosten ja die Campingplätze Geld. Zwei gibt es angeblich, die WiFi haben. Der erste verlangt dafür aber extra Geld, wenn man nicht mit dem Wohnmobil kommt und beim zweiten ist das Büro leider schon geschlossen. Ich fahre trotzdem drauf und suche mir ein Plätzchen direkt am Bonanza Creek.
Und jetzt sitze ich im Zelt, ohne Internet oder Handyempfang - es regnet.....

Donnerstag, 22. August 2013

Romantik

 
Romantisch war mein Schlafplätzchen hinter Knottys Mülltonnen ja nicht, aber so herrlich trocken mit Sand unter und Wellblech über mir. Als Luxuszugabe hatte ich sogar noch Tisch und Bank unter meinem Dach. Ich hab gut geschlafen und sogar der Hund hat irgendwann Ruhe gegeben, das Zelt ist trocken und Jacke, Helm und Handschuhe werden beim Fahren vollends trocknen - es scheint nämlich die Sonne! So macht das Fahren Spaß! So hab ich mir auch Alaska immer vorgestellt: lange kerzengerade Straßen, rechts und links fast immer Bäume, machmal etwas Sumpflandschaft. Gelegentlich ein Bach oder ein breiter sandiger flacher Fluß. Fahren! Lange, ungehindert, gemütlich aber zügig - Freude pur. An einer schönen Stelle über dem weitläufigen Tanana River schieße ich ein paar Fotos. Als ich wieder zusammenpacke, hält eine kleine Honda neben mir. Die Beifahrerin springt ab und begrüßt mich gleich aufs herzlichste. Melissa heißt sie, wohnt in England, ist aber Malaysierin wie ihr Fahrer. Wir wechseln ein paar Worte und ich bekomme eine Adresse in der Nähe von Vancouver - Peter ist Deutscher und soll rund ums Motorrad alles organisieren können; gut zu wissen. Trotz Sonne ist es ziemlich frisch, ich habe die Temperaturen wohl überschätzt. An "Rikas old roadhose" kann man sich anschauen, wie eine Truckerstation (inklusive uraltem kaputtem Truck) vor etwa 80 Jahren ausgesehen hat. Und ein schönes Plätzchen am Fluss hatte sich die Rika damals ausgesucht! Es steht dort ein großes Holzhaus und mehrere kleine Blockhütten für alles Mögliche: Vieh, Kühlhaus, Zollstation, Fährmannshütte... Aber ganz ehrlich, ich denke, das war sehr viel Arbeit, alles so toll hinzubekommen, da haben wir das bei uns zu Hause doch gemütlicher. So ein wildes Trapperleben hört sich romatisch an, aber in echt geht es sicher ordentlich an die Substanz. Ich gönne mir ein Sandwich, genieße die Romantik und tanke noch etwas Wärme in der Sonne. Stunden später fahre ich fast an Dot Lake vorbei, bemerke aber gerade noch, daß es an diesem Parkplatz was zu sehen geben muss. Keine Menschenseele weit und breit, kein Auto oder Wohnmobil. Eine kleine Kirche steht hier am See. Sie ist offen und ich gönne mir einen Blick in das zweckmäßig aber wenig schmuckvoll eingerichtete Kirchlein. Nebenan liegt der kleine Dot lake, ein herrlicher mittelgroßer See - bestimmt phantastisch zum Schwimmen, wenn es nicht so kalt wäre. Ich packe jetzt doch den dicken Pullover aus und schaue mich noch etwas um. Jemand hat wohl vor langer Zeit einen Metallstuhl einsam am Ufer stehen lassen, da steht er heute noch und wartet auf Gäste. Die begegnen mir auch - Schwoben (!). Sie sind schätzungsweise Ende Sechzig - vermutlich Ehepaar mit Schwägerin - und mit dem Wohnmobil auf einer geführten Tour unterwegs. Was es nicht alles gibt. Tok ist die nächste größere Ortschaft. Aber außer einer (oder 2?) Tankstellen, einem Besucherzentrum und 2-3 Andenkenläden findet man hier nichts. Oder doch: luxuriöse Campingplätze für die Wohnmobile; da will ich aber nicht hin. Etwas außerhalb findet sich das "Naherholungsgebiet". Dort darf man für 15 $ im Wald am Flussufer zelten. Das kann ich auch billiger haben, bin ich der Meinung - und was soll ich sagen? Kurz darauf finde ich einen neu angelgten Parkplatz mit Toilettenhäuschen neben dem Highway - direkt am Fluß. Eigentlich ist das hier ein Platz zum Boote einsetzen, aber die Wiese oberhalb des Steinufers ruft danach, bezeltet zu werden! Ein herrliches Plätzchen! Es ist kaum Verkehr und so habe ich meine Ruhe. So lange, bis jemand harsch an meinem Zelt rüttelt. Ich erschrecke ordentlich, ich habe ja niemand kommen hören. Aber mein Rufen hat den Schüttler wohl auch erschreckt und die Krähe fliegt gleich weiter - so ein Viech.... http://connect.garmin.com/activity/363835919

Mittwoch, 21. August 2013

Highlights bei Hochwasser


Die Nacht war abwechslungsreich. Nein, Besuch habe ich nicht bekommen, aber der Trommelwirbel auf dem Zeltdach wechselte ständig zwischen fortissimo und piano. An einen Zeltabbau ist vorerst nicht zu denken. Als ich jedoch erst einmal gemütlich frühstücken möchte, stelle ich fest, daß das Wasser für den Kakao ja noch draußen ist - und da möchte ich lieber nicht rausgehen.
Nach 2 h habe ich endlich alles zusammengeräumt und patschnaß eingepackt. Die Reiseplanung sieht noch die "hot springs" vor, aber nur, um das Eismuseum zu besichtigen. Von hier aus muss ich wieder zurück nach Fairbanks - einen weiteren Abstecher nach Norden, um den Polarkreis zu erbeuten werde ich mir schenken. Erstens habe ich diese Marke in Skandinavien schon mehrfach erreicht und zweitens lädt das Wetter nicht wirklich dazu ein. Obwohl: wenn ich "on the road" bin, ist eigentlich alles in Ordnung. Schuhe und Anzug sind schön dicht - zumindest bislang. Nur etwas kalt wird mir nach einiger Zeit, beim zusammenpacken kommt man ganz schön in's Schwitzen und die Verdunstung zeigt nun ihre Wirkung. Bestimmt hat Marcus von "Spätzünder" das Wetter als Test für mich bestellt!
Der Dichtheitstest hat sich im Lauf des Tages zum Dauertest entwickeklt - es geht weiter wie in der Nacht. Eigentlich ist der Anzug dicht - zumindest hatte ich noch nie einen so dichten Regenkombi; trotzdem fühlen sich die Klamotten irgendwie klamm und feucht an.
Das Eismuseum ist phantastisch!!! In dem halbrunden Hangar herrschen dauerhaft minus 6,6 Grad, die Beuscher bekommen Parkas und ich kann meine nasse Jacke draußen lassen (sonst wäre ich bestimmt steif gefroren). Außer phantastischen, riesigen und wunderschönen Figuren aus kristallklarem Eis gibt es hier eine Eisbar mit Barhockern aus Eis (mit Rentierfell belegt). Außerdem eine kleine Hochzeitskapelle - die Führerin erklärt, daß der Pfarrer hier ohne lange Umschweife auf den Punkt kommt. In einem kleinen Iglu steht ein Xylophon aus blankem Eis - einer der Besucher bringt es herrlich zum Klingen! Nicht zu vergessen die Schlafzimmer (2 von 4 sind bereits fertig), in denen man für 600 $ pro Nacht zum Beispiel auf einem Eisbärenbauch liegen kann.
Nächste Station ist North Pole - eine kleine Stadt wenig südlich von Fairbanks. Alles ist dort auch Weihnachten getrimmt - an den Laternenmasten hängen Weihnachtsglückwünsche und "Zuckerstangen"; die Straßennamen heißen z.B. Schneemannweg, Nikolausstraße usw. Natürlich besuche ich dem Nikolaus sein Haus! Das ist ein mittelgroßer Laden, in dem immer Weihnachten ist und der Weihnachtsschmuck, Spielzeug und natürlich alaskanische Andenken verkauft. Selbst ein echter Weihnachtsmann tut dort seinen Dienst und fragt Groß und Klein nach woher, wohin und seinen Wünschen. Schon verrückt...
"Knottys shop" hat man mir empfohlen. Schon wieder ein Laden - natürlich mit Souvenirs. Aber die Empfehlung lohnt sich trotzdem. "Knotty" steht für Knoten; das bedeutet, hier werden Holzkunstwerke und -skulpturen ausgestellt und verkauft, die aus knotigem Holz hergestellt sind. Woher diese Knoten im Holz allerdings kommen weiß der Himmel - oder der Förster. In dem Laden kann man wirklich schwelgen. Außerdem gibt es Kaffee oder in meinem Fall Kakao und Internet. Und als es draußen wieder fürchterlich anfängt zu schütten, frage ich, ob ich nebenan unterm Wellblechdach mein Zelt aufbauen darf. Wird mir gestattet! Da bin ich aber erleichtert - hoffentlich kann jetzt einiges etwas trockener werden.

Dienstag, 20. August 2013

Wildnis

Es gab mal wieder Verzögerung am Morgen - 2 h - weil es natürlich grade angefangen hat zu regnen, als ich das Zelt abbauen wollte. Die freundliche Stopschildhalterin an einer Baustelle freute sich jedoch über den Regen "der ganze Sommer war so sonnig, wir brauchen den Regen". Da war ich also wieder willkommen, die Regenmacherin. Der Wetterbericht ist hier übrigens einfach und sehr leicht zu merken, denn er ist jeden Tag identisch: heute und morgen Regen, übermorgen Sonne...und täglich grüßt das Murmeltier...
Ich fuhr ein Stück zurück in den Denali-Park. Eine Straße führt etwa 20 km in den Park hinein. Weiter darf man nur mit dem Bus. Der fährt allerdings jeweils 3 h hin und zurück und kostet Minimum 33 $. Da es schon Mittag war und außerdem die tiefhängenden Wolken kaum einen Blick freigaben, genügte mir die Fahrt mit der Lisl-Biene.
Mein erster Bär! In freier Wildbahn. Allerdings so weit weg, daß man ihn nur mit dem Fernglas vernünftig beim Beeren fressen erkennen konnte. Eigentlich bin ich gar nicht so unglücklich über die große Entfernung, er war doch ziemlich groß.
Der Ausflug hat noch mehr Ausbeute ergeben, zwei Elchbullen lagen etwa 100 m neben der Straße im Heidekraut und machten ein Nickerchen. Man konnte zwar nur die Schaufeln erkennen, aber die waren ziemlich groß. Als ich 1/2 h später wieder zurückfuhr lagen sie immer noch da - ich glaube, die Ranger haben die beiden engagiert. Etwas weiter gab es noch ein kleines Versteckspiel mit einer Elchkuh, die immer wieder ein Stückchen von sich zeigte um sich dann elegant hinter einen Busch oder Baum zu verziehen.
Auf dem Weg nach Fairbanks gibt es nicht viel Interessantes zu sehen. Großenteils stehen von den Wäldern nur noch Skelette da, vermutlich haben hier Brände gewütet. Die Tannen sind schwarz, die Birken oft auf etwa 4 m Höhe abgebrochen. Aber von unten treibt schon wieder neue Vegetation nach.
So kann ich es gemütlich laufen lassen und vor mich hindösen. Gute kerzengerade Straße und kein Verkehr, nur die Lisl und ich; eigentlich könnte das ewig so weitergehen. Es ist wie atmen - es geht automatisch und eigentlich tut man dabei gar nichts. Aber wehe, man läßt es ausfallen...! Bei meinen sonstigen Reisen wäre das die Zeit zum singen und ausgelassen sein. Aber diesmal bin ich erstaunlich gleichgültig.
Eine interessante Beobachtung: man fährt hier gleichmäßig, nicht agressiv und hält ausreichenden Abstand. Dennoch kann ich gelegentlich einen kleineren Van oder Geländewagen beobachten, der extrem nah auf das vorausfahrende Wohnmobil auffährt, ohne es zu überholen. Das Rätsel löst sich später, man nimmt seinen "normalen" Wagen in Schlepptau! Think big...
Ach, eine Einladung habe ich heute bekommen: der reiselustige John, der mein Motorrad bewundert, bietet mir freie Übernachtung an, falls ich morgen noch in Fairbanks sein sollte. Er ist gerade mit seiner Familie im VW-Bus auf Tour, ein bischen Boot- und Radfahren. Aber morgen wird er wieder zu Hause sein. Er dürfte Ende 50 sein und sieht so aus, wie man sich einen echten Trapper vorstellt - wilde graue Haare und einen langen Vollbart!
In Fairbanks genieße ich einen kleinen Künstlermarkt mit Livemusik und gönne mir dann einen Abstecher Richtung Chena-River im Osten. Da es mittlerweile schon 8 Uhr abends ist, suche ich mir unterwegs einen Zeltplatz. Ist gar nicht so einfach, ein passendes gebührenfreies Plätzchen zu finden. Der Highway bietet keine Ausweich- oder Anhaltemöglichkeit, alle Straßenabzweige sind privat und führen zu Wohnhäusern. Zum ersten Mal zelte ich jetzt trotzdem alleine in der Wildnis - an einer Stelle am Fluss, wo Boote eingesetzt werden können. Ein bischen mulmnig ist mir nach dem heutigen Bärentreffen aber schon.
Übrigens an alle Kommentatoren und Facebooker: ich freue mich über Eure Beteiligung und lese alles! Bitte verzeiht mir, Petra&Thomas, Heinz, Stefan, Kirsten&Dieter, Jürgen, B&R&S, Theo, Eggord..., wenn ich Euch nicht einzeln  antworte.

Montag, 19. August 2013

Bäume ausreißen?

So naß und dreckig habe ich mein Zelt noch nie eigepackt. In der Nacht haben sich Pfützen rings ums und unter dem Zelt gebildet. Die schweren Regentropfen haben dann das Wasser mitsamt Schlamm gegen das Zelt hochspritzen lassen. Trotz stundenlangen Wartens hat der Regen auch morgens nicht nachgelassen, so daß ich alles naß einpacken musste. Reinigen war da nicht drin, der Sand haftet am Zelt wie festgeklebt.
Der Magen grimmt, die Beine schmerzen, der Kopf ist unendlich müde und der ganze Körper schlaff. So läßt es sich keine Bäume ausreißen!
Eigentlich wollte ich von Palmer über den Hatchers Paß fahren, das ist eine eingezeichntete Alternativroute zum Highway. Ein Motorradfahrer aus Texas, den ich getroffen habe, hat mir auch den Weg beschrieben, das Tor an der Brücke, das man öffnen muss und die ca. 50 Meilen guten Schotterweg. Ich hab die Straße nicht gefunden. Aber ganzh ehrlich? Heut hab ich das überhaupt nicht bedauert, bei DEN weichen Knien.
Am Nachmittag kommt sogar die Sonne raus und ich fahre einen Abstecher nach Talkeetna, das sehenswert sein soll. Es ist eine Ansammlung an Andenkenläden und Cafes oder Bistros, die von allen Touristen besucht wird. Die wissen schon, wie man die Leute in Kauflaune versetzt - zum Glück bin ich ja länger als 4 Wochen unterwegs, so daß ich leider nichts mitnehmen kann. Allerdings genieße ich die Geschäfte. Manche Häuser scheinen noch ganz original zu sein, der Anstrich ist marode und die Fenster oft ebenso. Andere Häuser wurden vermutlich später für die Touristen gebaut, im Blockhausstil. Auf jeden Fall kann ich am Ufer der Flusses ein kleines Nickerchen in der Sonne machen.
Heute abend möchte ich nördlich vom Denalipark übernachten, das sind noch knapp 200 km. Es ist schon 5 Uhr nachmittags, da muss ich es jetzt laufen lassen. Eigentlich ist das auf den kerzengeraden Highways, die nur selten eine Biegung aufweisen, ganz gut möglich. Keine Langsamfahrer oder dichter Verkehr, jeoch sind über viele Kilometer hinweg Straßenarbeiten. Das bedeutet anhalten und warten, bis der follow-me die Schlange anführt. Die Wartezeiten können durchaus bis zu 20 min dauern.
Der Mt McKinley soll ja meist von Wolken verdeckt sein. Ausgerechnet heute, wo es die meiste Zeit regnet, kann ich ihn jdoch sehen! Eine besondere Ehre für mich (seit Georgien) anerkannte Regenmacherin! Ich genieße die wechselhafte Landschaft und die immer näher rückenden Berge bis mir kurz nach dem Park das Benzin ausgeht. Genau dort ist eine Tankstelle mit Campingplatz (10$). Ok - mal sehen, ob ich morgen nochmal ein Stück zurückfahre, um den Park anzuschauen.

Sonntag, 18. August 2013

Think big

Es hat die ganze Nacht durch Bindfäden geregnet. Jetzt läßt es etwas nach - anscheinend sind die Wolken nun ganz zu Boden gesunken und ich befinde mich mitten im Nebel.
Punkt 6 Uhr morgens fahren die ersten Autos vom Campingplatz. Man hört sie kaum, so leise startet der Motor. Ein herrlich sonores Blubbern geben besonders die Pickups von sich mit ihren riesiegen Motoren. Die Trucks sind so groß, daß ich kaum über die Ladekante schauen kann. Wenn sie auf dem Highway neben mir auftauchen und langsam vorbeiziehen, sieht das Klasse aus und hört sich phantastisch an. Sie ziehen so "gemütlich" dahin - man ist sich praktisch nie im Weg; es ist viel Platz auf den Straßen man hält großen Abstand und Staus habe ich bislang noch nicht gesehen. Übrigens: wenn ein Langsamfahrer (die es allerdings nicht gibt) 5 Fahrzeuge auflaufen lassen hat, muss er in eine Überholbucht ausweichen um alle vorbeizulassen - eine gute Idee!
Auch die Entfernungen sind groß, nicht nur weil die Angaben in Meilen sind, was ich zu Anfang nicht wirklich registriert hatte. Von Anchorage nach Seward sind es gut 200 km und dazwischen gibt es so gut wie nichts - eine Abzweigung und gelegentlich ein paar versteckte Häuser. Auf der Karte ist dazu übrigens ein großmächtiger Ortsname zu sehen.
Groß sind auch die Kosten - der Campingplatz hält sich zwar mit 10 $ im Rahmen, aber auf Dauer will ich mir das nicht leisten. Es gibt dort immerhin 2 Dixiklos und ziemlich weit weg einen Duschraum. Im Ort möchte ich noch etwas einkaufen und finde zuerst eine Bäckerei neben dem Internetcafe. Brot gibt es allerdings nur zufällig und auf Nachfrage. Der Kakao, eine Nußecke und eine große Semmel kosten mich immerhin stolze 7,75 $. In einem Lebensmittelgeschäft suche ich nach Wurst und Käse. Alles ist riesig! Es gibt nur 20er-Packs Würstchen und kiloweise Käse - das bekomme ich ja auf meiner Lisl gar nicht unter! Aber es bleibt mir nichts anderes übrig - für ca. 20 $ nehme ich die beiden Packungen mit.
In Anchorage wage ich mich downtown. Man lernt schnell die Systematik der Straßenbezeichnungen, da allkerdings die Hälfte Einbahnstraßen und die andere Hälfte gerade gesperrt ist, ist die Navigation dennoch schwierig. Ich gondle einmal durch die Hauptstraßen und genieße den Anblick der Andenkenläden. In der 3rd Av ist jedes Wochenende Markt - den schaue ich mir allerdings nur von außen an. Es gibt dort viel Andenken, Schmuck, Socken und frisches Gemüse - eben wie bei uns auf dem Krämermarkt. Ich muss mich schon beherrschen, bei den Andenken nicht zuzulangen. Aber erstens kann ich ja nicht alles was mir gefällt kaufen und zweitens ist das mit dem Transport so eine Sache...
Am späten Nachmittag breche ich Richtung Norden auf; bis Palmer werde ich heute kommen. Unterwegs gibt es noch einen kleinen Halt mit 2x20 min Wanderung - dummerweise habe ich die Regenhose nicht ausgezogen und so komme ich ordentlich ins Schwitzen. Am Ende des Wegs erhebt sich eine Aussichtsplattformn über die Thunderbid-Falls. Leider habe ich in Norwegen schon so phantastische Wasserfälle gesehen, daß mich dieser etwas enttäuscht.
Kurz vor Palmer gibt es die "Knik River public area", ein sehr weitläufiges Ufergebiet am breiten Knik-River. Viele Wohnmobile, meist mit einem Anhänger voller Quads stehen hier und auch ich suche mir ein schönes Plätzchen zwischen 2 Bäumen. Rings um mich rum toben die Quads mit großen und kleinen Fahrern, im Wald hinter mir findet ein fröhliches Schießen statt. Männerspiele!

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Samstag, 17. August 2013

Seward


Gestern Abend hatte ich noch Besuch von 2 Männern, Vater und Sohn, die im Lagerhaus etwas zu tun hatten. Wir hielten ein kurzes Schwätzchen wobei der Vater mich vor Bären warnte. Meine Versicherung, daß ich die Essenskiste weit weg stellen wollte kommentierte er mit "wenn Du glaubst, daß es hilft...?".


Nach einer angenehmen und bärenfreien Nacht musste ich heute Morgen erst einmal das gesamte Gepäck sortieren - für den Flug hatte ich ja etwas anders gepackt. Es hat sich fast alles gefunden. Aber was soll ich sagen? Meine Packsäcke sind zu klein! Keine Ahnung, wie das kommt - und ich hab noch nicht einmal eingekauft.
Das Wetter ist leicht trüb als ich mich auf den Weg nach Seward mache. Der Highway ist gut alsphaltiert und ziemlich gerade. Von der Landschaft kann ich wegen der Wolken leider kaum was erkennen. Manchmal schimmern links hohe zackige Berge aus den Wolken hervor während rechts neben mir das Meer geflohen ist und den flachen Sandboden freigibt.
Mein Rythmus ist noch nicht gefunden - weder für's Packen, noch für's Fahren. Als es leicht zu tröpfeln anfängt, ziehe ich den Regenanzug an - zum Glück. Denn bald regenet es richtig heftig.
Durch Seward fahre ich erstmal durch, weiter bis die dann nur noch geschotterte Straße am Meer in einem Campingplatz endet. Hier werden Kanus verliehen, die Leute kommen hierher zum Paddeln und Fischen.
Im strömenden Regen fahre ich zurück nach Seward und bummle mit der List durch alle Straßen. Es gibt hier ein hübsches Viertel mit Cafes, Restaurants und Touristenläden. Im Hafen liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Auch dort sind Andenkenläden und ein Warenhaus "für Alles" zu finden. Auf Anhieb entdecke ich ein passendes Ladekabel.
Den restlichen Nachmittag verbringe ich bei Kakao im Internetcafe, um den gestrigen Blog auf die Reise zu bringen. Es ist schon fast 6 Uhr abends und regnet immer noch Bindfäden; so entschließe ich mich, an der Uferpromenade den Campingplatz zu nutzen. Er ist schön und heimelig angelegt, aber davon bekomme ich nicht allzuviel mit. Ich muss zusehen, daß ich beim Zeltaufbau nicht patchnaß und dreckig werde, denn von meinem Schotterausflug sind alle Gepäckstücke mit einer ekligen Schlamm-Steine-Mischung beklebt. Den restlichen Abend verbinge ich feuchtkalt im Zelt und lege mich bald schlafen.

http://connect.garmin.com/activity/360566087 

Freitag, 16. August 2013

Erste Meldung aus Alaska

Also...
Der Anreisetag war sehr lang: 26 h!!! Im Flieger waren mir nur ca. 10 min Augenpflege vergönnt. Mein Flugnachbar, ein Reisejournalist, hat mich gut unterhalten.
Das Vesper für meinen ersten Tag musste ich jedoch schnell noch aufessen - nicht weil es nichts zu essen gegeben hätte, aber man darf das nicht in die Staaten einführen - hätt ich ja auch mal früher dran denken können! Na ja, es hat geschmeckt und musste ja auch lange vorhalten.
Bis durch den Zoll lief alles perfekt und reibungslos. Dann ging die Suche nach der Lisl los. Die angegebene Telefonnummer war nur eine nutzlose automatische Hotline von FedEx. Ich bekam einige Hinweise, wo ich "FedEx Cargo" finden könnte und machte mich dahin auf die Socken. Hat sich ganz schön hingezogen, ich schätze mal es waren ca. 3 km. Und es wurde mir gut warm - es war herrliches Wetter!
Die Leute dort waren sehr freundlich und Lisa hat mir einen Briefumschlag mit einem Haufen Papieren für den Zoll mitgegeben, bevor sie mir die Lisl aushänigen dürfe. Der Zoll ist wieder am Flughafen. Es war heiß und die Füße schmerzten, also organisierte ich mir ein Taxi, das nach ca. 15 min ankam. Stolz fuhr der Fahrer am Terminal vorbei, obwohl ich hindeutete - ja, er kenne sich sehr gut aus! Während des Telefonats mit seiner Nichte ließ er sich nicht stören. Als er fertitg war, erklärte ich ihm, daß ich zum Terminal Nord und zum Zoll müßte. Uups! Er entschuldigte sich tausendfach und fuhr zurück. Der Taxipreis lief allerdings weiter.
Eine freundliche Zöllnerin in der Halle versprach, sich um die Angelegenheit zu kümmern - ich solle warten bis ihr Kollege käme. Nachdem sich 1/2 h lang nichts getan hatte und die Mitarbeiter so nach und nach den Dienst beendeten machte ich mich auf die Suche nach dem Zollbüro. Niemand wußte etwas von mir. Ein gut genährter Herr schaute sich die Papiere an und mühte sich mit dem zugetackerten Umschlag. Als erstes fragte er nach der Konformitätsbescheinigung der EPA. Hä? Noch nie gehört. Wo bekommt man das? Und geht es auch ohne? Die internationale Zulassung? Nein! Kurz angebunden erklärte mir der Dicke, jeder Deutsche hätte so eine Bescheinigung, man müsse sie in Deutschland besorgen und es dauere einige Zeit (hat nach Tagen bis Wochen geklungen), bis sie ausgestellt wäre.
Ich sah wohl ziemlich hilflos und verzweifelt aus, als eine Kollegin dazukam. Sie erkundigte sich nach dem Problem und fand es seltsam, daß diese Bescheinigung bei Einreise auf dem Luftweg erforderlich wäre (die Regelung gilt wohl erst seit 3 Jahren). Schließlich würde das Formular bei Landeinreise nicht benötigt! Sie hat mir dann eine vorläufige Einführbescheinigung ausgtestellt - der Dicke hatte sich mittlerweile wieder verkrümelt - und eine Menge Papier mit einer Menge Stempel versehen. Ich war ja so froh! Stephanie, so hieß die freundliche Dame, wiegelte meinen Dank mit der Bemerkung ab "Warum soll ich Ihnen das Leben unnötig schwer machen. Vielleicht hilft mir ja auch mal jemand in einer schwierigen Situation". Wie wahr!
Ok. Kein Taxi am Stand zu sehen - also wieder eines rufen. Telefonieren ist erstmal nicht so einfach, aber mit Unterstützung klappts dann doch. Nach 1'/2 h war immer noch kein Taxi da, also wieder laufen...
Die 'FedEx-Mitarbeiter begrüßten mich schon wie ein Familienmitglied. Diesmal kümmerte sich Sheryl um mich. Am entferntesten  Eck des Parkplatzes durfte ich meine Lisl auspacken. Einen Hammer hat sie mir auch mitgebracht. Und wenn ich fertig bin, darf ich die Palette mit den Wänden der Box einfach liegen lassen, sie würden dann alles entsorgen.
Es dauerte fast 1 h bis die Kiste zerlegt war. Mein Gepäck war überall verstreut. Ab und zu schauten Leute auf dem Heimnweg vorbei und wechselten ein freundliches Wort oder boten ihre Hilfe an. So ging der Zusammenbau, Einbau des Vorderrads und runterfahren von der Palette zügig voran. Zu guter Letzt kam nochmal Scheryl auf dem Heimweg vorbei und schaute nach mir. Die Lisl war zwar fertig, hatte aber wohl zu wenig Sprit, sie wollte nicht ansprignen. Also fuhr Sheryl nach Hause und brachte mir einen Kanister Benzin vorbei - gratis natürlich!
Mein Flugnachbar hatte mir nahgelegt, Seward oder Homer zu besuchen, was südwestlich von Anchorage liegt und Sackgasse ist. Also macht ich mich auf den Weg dorthin und schaute nach einem Plätzchen zum Übernachten (hier war es mittlerweile 6 Uhr abends, d.h. 4 Uhr morgens zu Hause). Scheint allerdings echt schwierig am Highway. Nebenstraßen Fehlanzeige, in Frage kommende Plätzchen sind Privatbesitz. Auf der Suche geriet ich am steilen Berg in eine Hofeinfahrt. Ich wendete und hielt bergab kurz an, um mich umzuschauen. da hielt neben mir ein großer Truck mit 2 Männern. Die boten mir an, bei ihrer Lagerhalle unterhalb ihres Hauses zu campen. War ein ebener steiniger Hof und ich war ja so froh, endlich schlafen zu dürfen!!!

Dienstag, 13. August 2013

Yeah, sie ist gelandet!!!

 

Puh,

die Lisl fliegt wieder - seit heute mittag! Da wird mein Zeitplan doch noch hinhauen.

Freitag, 9. August 2013

Die Reise hat begonnen

...aber nur für die Lisl. Die steht seit 2 Tagen in Memphis (Tennesee) im Transit! Bin gespannt, ob und wann sie weiterreist.

Samstag, 27. Juli 2013

Es wird ernst

Letzten Samstag habe ich die Lisl eingepackt; die vorbereitete Kiste in der Garage aufgebaut, die Lisl draufgefahren und dann soweit nötig zerlegt. Das Gepäck und die abgebauten Teile mussten möglichst rüttelsicher verstaut werden. Beim Verschrauben der Kiste kamen mir noch Zweifel, wie ich sie in Anchorage wieder aufkriegen soll, die verwendteten Schrauben sind halt keine "normalen" Kreuzschlitzschrauben. Und ich hab keine Ahnung, ob und welches Werkzeug mir drüben zur Verfügung steht. Also schnell die kleine Ratsche wieder ausgepackt und in die Jackentasche gesteckt, den Bit dazu und eine passende Adapternuss bestellt.

   


Dann gab es doch noch etwas Verwirrung, wann der Transporter kommt - nächste Woche, diese Woche? Und am Mittwoch Nacht musste ich nochmal auspacken und ein paar "gefährliche Gegenstände" wie z.B. Kleber oder Kupferpaste entfernen. Außerdem hat man mir jetzt gesagt, daß die Kiste in Amerika wohl begast werden müsse, und das kostet richtig Geld! Ich kann's aber nicht ändern. Mein Ansprechpartner Marc bei der Spedition (SATS Logistics) ist immer freundlich und gibt sich richtig Mühe, aber er scheint auch viel beschäftigt zu sein. Na schaun wir mal, wie es in Anchorage ausgeht...
Als ich am Donnerstag nach Hause kam, war die Kiste auf jeden Fall verschwunden. Mann und Tochter haben von den Schwierigkeiten beim Aufladen erzählt - aber so sind meine Reisen halt: immer ein klein wenig Abenteuer dabei.
Am Abend habe ich mich mit einem "kick out" in Form eines gemütlichen Grillabends von Freunden verabschiedet. Viele fahren jetzt auch schon in die Ferien und die allerletzten Tage werden vielleicht noch etwas hektisch.

Sonntag, 12. Mai 2013

Von der Biene zur Lisl-Biene


Endlich (fast) fertig! Nach ca. 40 h schrauben sieht die Lisl-Biene der alten Lisl schon wieder sehr ähnlich, vor allem verhält sie sich auch so.
Außer dem sichtbaren Umbau der schwarzen auf weiße Anbauteile hat sich im Innenleben einiges verändert: Motor, Getriebe und Federung von der Lisl finden sich wieder. Auch an die Bremsen mußte ich anpassen. Außerdem hat die Elektrik einige upgrades erfahren - so sind z.B. Griffheizung, Navi und einige Steckdosen hinzugekommen.
Hier könnt Ihr die Stationen der Mutation sehen:




Dienstag, 12. März 2013

Vorbei ist's....


...mit der Reise - hab ich im Flug gedacht; als ich am Donnerstag abend (7.März) über das Auto gesegelt bin, das mir die Vorfahrt genommen hat.
Wenn ich mir die Lisl so anschaue, glaube ich nicht mehr dran, daß es klappen könnte. Ich selbst hatte viel mehr Glück! Ich werde wieder. Aber ich fürchte, die Lisl muss ich beerdigen - schaut selbst



             

                                                

Donnerstag, 31. Januar 2013

Es reift...

... die Reise rückt schon wieder ein ordentliches Stück näher - ein "Zurück" ist jetzt nicht mehr zulässig!

Den Sabbatical-Vertrag habe ich heute nachmittag unterschrieben.

Und am Abend wurde ganz schnell der Flug gebucht - für 563 €uronen inklusive aller Extras nicht übel, oder?